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Tipps zur Fensterwahl beim Neubau

Kunststoff-, Holz- oder Holz-Alufenster


Fensterwahl beim Neubau

Fensterwahl beim Neubau

Fensterwahl beim Neubau

Fensterwahl beim Neubau

Fensterwahl beim Neubau

Fensterwahl beim Neubau

Da die Fenster hinsichtlich des Energieverbrauchs eine elementare Rolle spielen, ist der Auswahl im Rahmen eines Neubaus große Aufmerksamkeit zu widmen. Auch bei Lärm- und Einbruchschutz übernehmen Fenster eine wichtige Funktion. Erschwert wird die Entscheidung für das ideale Fenstersystem von den verschiedenen Materialien, die von individuellen Eigenschaften geprägt sind. Lesen Sie nachfolgend, was Sie über Holz-, Holz-Alu- und Kunststoff-Fenster wissen sollten.


Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)

Der U-Wert informiert über den Energieverlust eines Fensters und ist eines der wichtigsten Kaufkriterien. Je niedriger dieser Wert, desto besser für die Haushaltskasse. Zur Orientierung: Während Fenster mit Einfachverglasung früher hohe Energieverluste verursachten und einen U-Wert von circa 5,0 W/m²K mit sich brachten, schaffen es innovative Wärmeschutzfenster heute auf unter 1,0 W/m²K. Einige Modelle weisen sogar weniger als 0,6 W/m²K auf. Diese Niedrigwerte sind angesichts der Vorschriften, die mit der Energieeinsparverordnung einhergehen notwendig.


Sicherheit: Der Einbruchschutz

Schlecht gesicherte Fenster lassen sich mit einfachsten Werkzeugen in wenigen Augenblicken aufhebeln. Bei Neubauten ist es zum Schutz vor Unbefugten daher sinnvoll in verstärkte Fensterlösungen zu investieren. Nicht nur die punktuelle Verankerung der Rahmen mit dem Mauerwerk ist ein Muss. Vielmehr gilt es den Einbruchschutz über Elemente wie Pilzkopfzapfen, einbruchhemmende Verglasungen und Zusatzsicherungen zu maximieren. Bei der Auswahl geeigneter Fenster ist die Widerstandsklasse ausschlaggebend. Die Widerstandsklassen zwischen 1 und 7 geben Auskunft darüber, wie widerstandsfähig ein Fenster gegenüber gewaltvollen Eindringens ist. Während Widerstandsklasse 1 einen mäßigen Einbruchschutz gewährt, sind Fenster mit Widerstandsklasse 7 als sehr sicher einzustufen. Dennoch sind für den privaten Einsatzbereich Fenster mit Widerstandsklasse 1 bis 3 ausreichend.


Holzfenster: Fördern gesundes Raumklima

Holzfenster erfreuen sich in Zeiten nachhaltig gebauter Immobilien zunehmender Beliebtheit. Der nachwachsende Rohstoff Holz bietet eine Vielzahl an Vorteilen. Zum einen ist die Ökobilanz nahezu neutral, was umweltbewussten Bauherren zugutekommt. Zum anderen beugt Holz mit seinen vorteilhaften bauphysikalischen Eigenschaften Schimmelbildung vor, wirkt feuchtigkeitsregulierend und fördert insgesamt ein gesundes Wohnklima. Zudem verfügen Holzfenster über gute Dämm- sowie Lärmschutzeigenschaften. Nicht weniger erwähnenswert ist die Stabilität und Langlebigkeit. Bei korrekter Pflege bleibt die Festigkeit der Rahmen über Jahrzehnte erhalten.

Da es sich bei Holz um ein natürliches Material handelt, ist jedoch regelmäßig ein neuer Anstrich notwendig. Selbst robuste Dickschicht-Lasuren sollten einmal pro Jahr aufgefrischt werden, da UV-Strahlung, Nässe, Kälte und Schmutz zwangsläufig ihre Spuren hinterlassen. Um beim Holzfenster einen erhöhten Pflegeaufwand zu vermeiden, empfiehlt unter anderem die Schreinerei Kraus die waagrechten Flächen an Holzfenstern mit Aluprofilen zu schützen. In einem Ratgeber zu Wartungsarbeiten bei Holzfenstern weist der Fachbetrieb auf dessen Internetpräsenz auf die Vorteile derartige Schutzelemente hin: "Das Aluprofil schützt das Holz wirksam vor der UV-Strahlung, Witterungs-Einflüssen und Schmutz-Ablagerungen." Die Pflegeintervalle werden durch die Montage verlängert.


Holz-Alu-Fenster: Vereinen viele Vorteile

Die Kombination aus zweierlei Materialien hat den Vorteil, dass die positiven Eigenschaften des einen Rohstoffs, die Nachteile des anderen ausgleichen. So auch bei Holz-Aluminium-Fenstern. Während Holz dazu beiträgt, dass Fenster ein angenehmes Raumklima begünstigen und die Energiebilanz des Gebäudes optimieren, macht Aluminium die Systeme stabiler, sicherer und langlebiger. Die Witterungsbeständigkeit gegenüber reinen Holzfenster ist ebenfalls gesteigert, weil an der witterungsempfindlichen Außenseite der Aluminiumrahmen für zuverlässigen Schutz sorgt. Nach Bedarf kann für eine ästhetische Optik außen eine Holzverzierung montiert werden. Die gestalterische Flexibilität ist also hoch. Weitere Vorteile von Aluminium und die physikalischen Eigenheiten des Metalls wurden auf der Internetpräsenz des Aluminiumunternehmens Hydro thematisiert.

Negativ zu beurteilen ist der Schallschutz bei Holz-Alu-Fenster, wobei es von der individuellen Konstruktion abhängt, wie gut oder schlecht der Wert ist. Bezüglich der Kosten liegen Holz-Alu-Fenster in der Regel über den Alternativen aus Holz und Kunststoff. Sparen lässt sich mit der Auswahl bestimmter Hölzer. Eichenholz ist meist am teuersten, Kiefernholz dagegen besonders preiswert. Weitere Holzsorten sind:

  • Buche
  • Lärche
  • Meranti
  • Fichte
  • Pinie

Da jede Holzsorte über unterschiedliche Werte bezüglich Pflegeaufwand, Feuchtigkeitsresistenz und Robustheit verfügt, ist beim Kauf Vorsicht geboten. Wird zu günstigen Hölzern gegriffen, ist es denkbar, dass die Fenster im Vergleich zu etwas kostenintensiveren Alternativen weniger langlebig sind. Lohnenswert ist der Griff zu billigen Fenstern daher nicht immer. Der Fachhandel berät umfassend zur Eignung von Hölzern und kann die Kaufentscheidung erleichtern. Weiterhin hat der Öffnungsmechanismus großen Einfluss auf die Fensterpreise. Je aufwändiger und individueller die Wünsche, desto kostspieliger die Systeme.


Kunststofffenster: Besonders günstig zu haben

Mit hochwertigen Kunststofffenstern lassen sich die Energieverluste konkret verringern. Denn das energieeffiziente Bauen wird von den erstklassigen Dämmeigenschaften des Materials begünstigt. Die Isoliereigenschaften von Kunststoff sind hervorragend und auch die Langlebigkeit des Rohstoffs lassen diesen zu einer guten Wahl avancieren. Auch beim Schallschutz bringt es Kunststoff auf überzeugende Werte. Lärm lässt sich mit Kunststofffenstern aussperren, wodurch die Wohnqualität steigt. Holzfenster bringen es hierbei aber auf noch bessere Ergebnisse.

Erfahrene Hersteller präsentieren von stabilsten Sicherheitsmodellen mit bestem Einbruchschutz über konfigurierbare Ausführungen bis hin zu Lösungen mit integriertem Lüftungssystem für jeden Bedarf passende Produkte. Darüber hinaus sind Kunststofffenster pflegeleicht. Sie erfordern kein zeitintensives Streichen. Stattdessen können die Rahmen schnell und einfach gesäubert werden und behalten bei Qualitätsprodukten über viele Jahre ihre attraktive Optik. Allerdings gilt es zu bedenken, dass sich Kunststoffe in der Regel statisch aufladen und Staub geradezu anziehen. Nachteilig an Kunststofffenstern sind die hohen Emissionen, die beim Herstellen zustande kommen. Die Produktion erfordert viel Energie.


Sonnenschutz

Beim Neubau ist es ratsam im Zuge des Fenstereinbaus den Sonnenschutz direkt zu integrieren. So können aufwändige Konstruktionen zur Beschattung sowie zusätzliche Kosten vermieden werden. Der Markt präsentiert ein großes Sortiment an Fenstern inklusive UV-Schutz. Besonders sinnvoll ist die Investition an der West- und Südseite einer Immobilie, weil dort die Sonneneinstrahlung am stärksten ist.


Ergänzende Informationen und Tipps zum Thema finden Sie in den folgenden Beiträgen:

 

Bildnachweis:
Quelle der Bilder: PIRO4D, 422737, Pexels / pixabay.com