Baufinanzierung sorgfältig planen und Angebote vergleichen

Für viele stellen die eigenen vier Wände noch immer die beste Altersvorsorge dar


Baufinanzierung

Baufinanzierung

Anstatt jahrzehntelang Miete zu bezahlen, ist die monatliche Finanzierung eines Baukredits, eine wesentlich angenehmere Art zu wohnen. Die derzeit historisch niedrigen Zinsen machen einen Hauskauf oder einen Hausbau für viele sehr attraktiv. Doch was sollte man im Zusammenhang mit einer Baufinanzierung alles beachten und wo lauern die Stolpersteine? Folgende Schritte können dabei helfen eine passende Baufinanzierung zu finden:


Der finanzielle Rahmen


Selbstverständlich erfolgt zu Beginn jeder Baufinanzierung die Kalkulation des finanziellen Bedarfs. Je mehr Eigenkapital dabei eingebracht werden kann, desto niedriger kann die Kreditsumme gewählt werden. Bei der Kalkulation gilt es nicht nur die Kosten für Grundstück und Baukosten bzw. den Immobilienkauf zu berücksichtigen, auch Nebenkosten, Steuern, Maklergebühren oder weitere Kosten wie Gutachten etc. sollten eingeplant werden. Es ist ratsam einen finanziellen Puffer mit einzuplanen, der etwa fünf bis zehn Prozent der Gesamtkosten ausmacht.


Angebote vergleichen


Generell sollte man sich immer mehrere Angebote zur Baufinanzierung einholen. Gerade bei den hohen Summen können sich selbst kleinste Zinsunterschiede über die Jahre stark auf die Gesamtkosten auswirken. Doch nicht nur die Zinssätze, auch die weiteren Konditionen des Kreditangebots sind zu berücksichtigen. Hier empfiehlt sich ein unkomplizierter Baufinanzierung Vergleich aus dem Internet, mit welchem sich i.d.R. ganz einfach ein passendes Angebot zu den günstigsten Konditionen herausfiltern lässt.


Details beachten


Wenn ein passendes Angebot gefunden wurde, gilt es zunächst die Details zu überprüfen, bevor das Angebot letztlich auch in Anspruch genommen wird. Neben dem maßgeblichen Kriterium, dem Effektivzins, müssen Aspekte wie Sondertilgungsmöglichkeiten, Tilgungsaussetzungen oder die Möglichkeit die Raten im Nachhinein anzupassen, berücksichtigt werden. Es kann durchaus zielführend sein, mit unterschiedlichen Kreditanbietern über die einzelnen Konditionen zu verhandeln. Kreditanbieter sind zwar an bestimmte Vorgaben gebunden, haben jedoch in vielen Fällen ein wenig Spielraum beim Festsetzen der Konditionen.


Baufinanzierung abschließen


Sobald ein passendes Angebot gefunden ist, gilt es die Finanzierung umzusetzen. Solange der Darlehnsvertrag nicht unterzeichnet ist, ist er auch nicht rechtsgültig. Nach der Unterzeichnung bleibt eine Frist von zwei Wochen, indem der Vertrag seitens des Kreditnehmers rückgängig gemacht werden kann. Mit der Unterzeichnung verpflichtet sich der Kreditnehmer zu den im Vertrag ausgehandelten Bedingungen und seinen Zahlungsverpflichtungen. Darüber hinaus benötigt der Kreditgeber in der Regel zusätzliche Nachweise wie Eigenkapitalnachweis, Gehaltsabrechnungen, Grundbuchauszug etc.


Grundschuld


Das Grundstück, bzw. die Immobilie dient dem Kreditgeber in vielen Fällen als Sicherheit. Als Sicherungsinstrument kommt hier allerdings keine Hypothek zum Tragen, sondern die Grundschuld. In vielen Fällen ist dies sogar die Voraussetzung für die Bereitstellung des Kredits. Zu diesem Zweck stellt der Kreditgeber eine Grundschuldbestellungsurkunde aus, die an einen Notar weitergeleitet werden muss. Sobald dies geschehen und abgeschlossen ist, kann der Kreditnehmer auf sein Darlehn zugreifen.

Für die meisten Personen stellt ein Hauskauf oder Hausbau die wohl größte finanzielle Investition im Leben dar. Die Wenigsten sind in der Lage, ein solches Vorhaben komplett aus eigener Tasche zu bezahlen. Kredite bei der Immobilienfinanzierung sind daher eher die Regel, als die Ausnahme. Da sich eine Baufinanzierung oft über mehrere Jahrzehnte erstreckt, sollte diese Entscheidung sorgfältig geplant und verschiedene Aspekte untereinander abgewogen werden.