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Laminat verlegen – so einfach geht es


Laminat verlegen

Laminat verlegen – so einfach geht es

Wenn Sie einen neuen Bodenbelag suchen, sind Sie mit Laminat gut beraten. Denn dieser ist nicht nur günstig und robust, sondern ebenfalls in vielen verschiedenen Dekoren erhältlich, mit denen Sie Ihr Haus optisch aufwerten können. Sowohl Profis als auch Hobby-Handwerker sind von dem Belag begeistert, denn man kann ihn ganz einfach selbst verlegen. Dabei müssen Sie allerdings ein paar Dinge beachten.


Was Sie zum Verlegen brauchen

Grundvoraussetzung ist etwas handwerklichem Geschick und das richtige Material. Dieses wird in verschiedene Nutzungsklassen (NK) eingeteilt, die sich durch unterschiedliche Härtegrade und Beanspruchungsintensitäten auszeichnen:

  • Für häufig genutzte Bereiche wie die Küche eignet sich beispielsweise das Laminat mit der NK 23.
  • Für weniger frequentierte Räume wie das Esszimmer ist die NK 22 ideal.
  • Für selten aufgesuchte Orte wie das Gästezimmer reicht die NK 21 vollkommen aus.

Neben dem Bodenbelag brauchen Sie natürlich auch passendes Werkzeug und Zubehör:

Werkzeug

Zubehör

Hammer

Dämmsperrfolie

Maßband

Ausgleichsmasse

Teppichmesser

Trittschalldämmung

Stichsäge/ Laminatschneider

Abstandshalter

Zugeisen

Fußleisten

Vorsicht ist besser als Nachsicht! Um das Verletzungsrisiko zu senken, sollten Sie auf keinen Fall auf professionelle Arbeitskleidung verzichten. Kniepolster schonen die Gelenke, Arbeitshosen sowie Handschuhe schützen vor Schrammen und anderen Verletzungen. Erhältlich sind diese zum Beispiel online bei Anbietern wie Skillers.


Verlegerichtung

In welche Richtung Sie das Laminat verlegen, können Sie selbst bestimmen. Meist wird es quer zur Laufrichtung und längs zur Hauptlichtquelle verlegt. Kleine Räume wirken beispielsweise optisch größer, wenn Sie den Belag an der langen Raumseite ausrichten. Das hat außerdem den Vorteil, dass Sie viele Platten im Ganzen verwenden können und möglichst wenige davon zuschneiden müssen. Das spart nicht nur Arbeit, sondern hält gleichzeitig die Kosten gering. Eine diagonale Verlegerichtung ist ebenfalls möglich. Allerdings entsteht hier mehr Verschnitt, weshalb Sie bis zu 10 Prozent mehr Material benötigen.


Das richtige Vorgehen

Bevor Sie mit dem Verlegen beginnen, müssen Sie den Raum und das Material vorbereiten:

  1. Das Laminat sollte sich mindestens 2 Tage akklimatisieren können. Dafür lagern Sie es idealerweise noch verpackt, waagerecht und bei mindestens 18°C.
  2. Reinigen Sie den Boden. Er sollte eben, sauber und trocken sein.
  3. Über Estrich-Böden, Keramikfliesen und Fußbodenheizungen ist es notwendig, dass Sie zum Schutz eine Dampfsperrfolie legen.
  4. Erst dann folgt die Trittschalldämmung aus PE-Schaumfolie, Kork oder Filz.

Wenn Sie den Boden vorbereitet haben, platzieren Sie zunächst einen Abstandshalter und verlegen dann erst die erste Reihe. Dabei sollte die Nutseite zur Wand zeigen. Das letzte Paneel der Reihe sägen Sie anschließend passend zu. Mit dem Rest dieser Platte (sofern er länger als 40 cm ist) beginnen Sie die nächste Reihe. Die Paneele verkeilen Sie mit Hammer und Schlagholz zuerst längst und dann quer. Wundern Sie sich nicht: Es ist oftmals so, dass Sie die letzte Reihe entsprechend der Raummaße zusägen müssen. Das ist vollkommen normal. Befestigen können Sie die Platten zum Schluss mit einem Zugeisen.

Für Heizungsrohre müssen Sie das Laminat mit Bohrlöchern versehen. Dafür addieren Sie zum Rohrdurchmesser etwa einen Zentimeter hinzu. Hölzerne Türzargen können Sie kürzen und das Bodenmaterial darunter verlegen. Bei Zargen aus Stahl dagegen sollten Sie darauf achten, dass Sie die Platte mit Aussparungen versehen. Danach bringen Sie die Sockelleisten an. Diese sorgen nämlich nicht nur für einen sauberen Übergang zur Wand, sondern verstecken außerdem die Abstandsfugen.


Fehler vermeiden

Selbstverständlich geht auch einmal etwas daneben. Häufige Fehler beim Verlegen von Laminat sind zwar kein Weltuntergang, können aber zusätzliche Kosten verursachen und sind außerdem sehr ärgerlich. Versuchen Sie daher folgende Tipps zu berücksichtigen, um langfristig Freude an Ihrem Bodenbelag zu haben:

  1. Planen Sie genügend Abstand zur Wand ein: Abhängig von der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur kann sich das Laminat ausdehnen oder zusammenziehen. Die Dehnungsfuge sollte daher unbedingt zwischen 5 und 15 mm breit sein.
  2. Feuchtigkeit: Der Kantenbereich der Paneele kann durch Restfeuchte im Boden oder zu nasse Reinigung aufquellen.
  3. Unebenheiten im Boden: Dies führt oft zu Brüchen des Laminats. Mit Ausgleichsmasse können Sie das Problem aber schnell beheben. Verpackungsmaterialien dagegen eignen sich nicht, um Unebenheiten auszugleichen. Wenn Sie darüber laufen, kann es sonst zum Nachfedern kommen, was im schlimmsten Fall dazu führt, dass Nut und Feder brechen.
  4. Verklemmung: Wenn Nut und Feder nicht gerade ineinander gesteckt werden oder Späne in der Nut verbleiben, können die Platten sich verklemmen. In diesem Fall hilft es meist, Nut und Feder zu säubern. Beschädigte Stellen können Sie aber auch entfernen und die Paneele dann zusammen leimen.