Kosten der Elektroinstallation im Neubau

Wie viel kostet die Elektroinstallation im Neubau?


Kosten der Elektroinstallation im Neubau

Kosten der Elektroinstallation im Neubau

Kosten der Elektroinstallation im Neubau

Kosten der Elektroinstallation im Neubau

Die Elektroinstallation macht einen nicht unerheblichen Teil der Kosten eines Neubaus aus. Doch mit welchen Kosten müssen Sie tatsächlich rechnen, um die Installation durch einen Fachbetrieb durchführen zu lassen. Unser Beitrag verschafft Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Posten und über Möglichkeiten, die Kosten für die Elektroinstallation im Neubau zu reduzieren.


Welche Arbeiten gehören zur Elektroinstallation im Neubau?


Die Installation der elektrischen Anlage in einem Wohnhaus
umfasst zahlreiche einzelne Arbeitsschritte. Betrachtet man den gesamten Arbeitsumfang näher, ist es nicht verwunderlich, dass dafür einiges an Kosten zusammenkommt. Unter anderem sind die folgenden Arbeiten immer durchzuführen, wenn eine komplette Neuinstallation erfolgen soll: 

  • Erstellung der Stromlaufpläne für das gesamte Gebäude
  • Verlegung von Leerrohren in Geschossdecken
  • Herstellung von Kabelschlitzen und Aussparungen für Gerätedosen in den Wänden des Rohbaus
  • Verlegung von Leerrohren in den Wänden
  • Eingipsen von Gerätedosen und Abzweigkästen
  • Verlegung von Kabeln, Drähten und Leitungen
  • Installation des Hauptverteilers und eventueller Unterverteilungen
  • Bestückung der Verteilungen, Installation von Sicherungen und Zählern
  • Herstellung des Hauptanschlusses
  • Installation von Steckdosen, Schaltern und anderen Unterputz-Geräten
  • Installation von Außen- und Innenbeleuchtungen
  • Überprüfung und Endabnahme der kompletten Anlage

All diese Arbeiten gehen in die Kostenberechnung für die Elektroinstallation im Neubau mit ein. Hinzu kommen selbstverständlich noch die Kosten für die Anschaffung des kompletten Installationsmaterials von Leerrohren und Kabeln bis hin zu Steckdosen, Schaltern und Sicherungen.


Grobe Kostenberechnung für die Elektroinstallation im Neubau

Einen pauschalen Betrag für die Kosten einer Elektroinstallation zu nennen ist schwierig. Denn schließlich ist jedes Projekt anders und unterscheidet sich in Komplexität und Umfang der Installation. Eine klassische Art der Berechnung geht von 3 bis 5 Prozent der Gesamtkosten des Neubaus für die Elektroinstallation aus. Alternativ können Sie etwa 75 EUR bis 90 EUR pro Quadratmeter Wohnfläche als Kosten ansetzen. Aufgrund von Weiterentwicklungen in der Elektro- und Kommunikationstechnik ist diese Art der Rechnung heutzutage jedoch nicht immer anwendbar. Netzwerktechnik und Smarthome-Komponenten zum Beispiel machen die Elektroinstallation teurer, da mehr Material benötigt wird, der Arbeitsaufwand teils deutlich höher ist und die Materialien mehr kosten. Aufgrund dessen können Sie in einem solchen Fall mit einem Aufpreis von 50 bis 100 Prozent auf die klassische Berechnung rechnen.


Was ist bei der Elektroinstallation im Neubau zu beachten?

Zunächst einmal sollten Elektroinstallationen im Neubau generell von einem qualifizierten Fachbetrieb durchgeführt werden. Dies ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Da es sich um sicherheitsrelevante Installationen mit hohem Gefahrenpotenzial handelt, ist umfassendes Fachwissen unerlässlich, um Risiken und Schäden bei der späteren Nutzung der elektrischen Anlage auszuschließen. Die Planung der Elektroinstallation sollte gemeinsam mit dem ausgewählten Fachbetrieb durchgeführt werden. Wichtig ist es dabei, dass Sie sich bereits im Vorfeld überlegen, welche elektrischen Verbraucher in welchem Raum verwendet werden sollen. Anhand dieser Erkenntnisse können Sie dann die benötigten Steckdosen, Schalter und sonstigen Anschlüsse pro Raum einplanen. Zudem sind diese Überlegungen wichtig für die spätere Planung der einzelnen Stromkreise durch den Fachbetrieb. Diese müssen nämlich für eine entsprechende Belastung ausgelegt sein. Bei der Platzierung aller Anschlüssen und der Kabelverlegewege müssen zudem die Regelungen berücksichtigt werden, die in der DIN 18015 für Elektroinstallationen hinterlegt sind. Die einzelnen Stromkreise im Neubau sollten so voneinander getrennt sein, dass es bei der späteren Nutzung zu keinen Überlastungssituationen kommen kann. Hierfür müssen unter anderen die Zuleitungen zur Stromversorgung der Stromkreise ausreichen groß dimensioniert sein. Dies gilt vor allem für die Küche. Denn hier werden erfahrungsgemäß die meisten Elektrogeräte mit hoher Leistungsaufnahme platziert und oft auch gleichzeitig verwendet. Generell gilt, dass pro Raum ein eigener Stromkreis eingeplant werden sollte. Bei Neubauten mit mehr als 125 qm Wohnfläche sind mindestens 7 separate Stromkreise einzurichten.


Wie kann man bei der Elektroinstallation Geld sparen bzw. die Kosten reduzieren?

Es gibt Möglichkeiten, auch bei der Elektroinstallation im Neubau Geld zu sparen und somit die Gesamtkosten zu reduzieren. Lassen Sie sich zum Beispiel vom Fachbetrieb eine Liste mit den benötigten Installationsmaterialien geben und kaufen Sie diese online selbst ein. Leider sind damit nicht alle Betriebe einverstanden, denn sie rechnen einen Gewinnaufschlag auf diese Materialien bereits in ihre Angebote mit ein. Vergleichen Sie daher die Angebote verschiedener Betriebe und versuchen Sie, einen Partner zu finden, der Ihnen diese Möglichkeit der Kostenreduktion bietet.

Einige Arbeiten im Rahmen der Elektroinstallation können Sie in enger Absprache mit dem ausführenden Fachbetrieb auch selbst durchführen, wie etwa das Herstellen von Kabelschlitzen, das Verlegen von Leerrohren oder das Eingipsen von Gerätedosen. Einige Komponenten der Elektroinstallation lassen sich zudem auch später noch nachrüsten. Um diese Nachrüstung optimal vorzubereiten, sollten bereits bei der Erstinstallation die entsprechenden Leerrohre verlegt werden. Denn ansonsten können spätere Nachrüstungen bis zu 5-mal so teuer werden. In diesem Fall würden Sie bei den Kosten für die Elektroinstallation im Neubau nicht Geld sparen.


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