Hilfe! Mein Keller steht unter Wasser - was muss ich tun?

Hochwasser, Rohrbrüche, durch Kellerwände eindringendes Grundwasser oder sintflutartige Regenfälle sind die häufigsten Ursachen für überflutete Keller, die ein Alptraum für jeden Hauseigentümer sind.


Keller steht unter Wasser.

Keller steht unter Wasser - was ist ich zutun?

Dann kommt es darauf an, dass Sie die richtigen Schritte einleiten, um Schlimmeres zu verhindern. Was zu tun ist - wir haben die wichtigsten Schritte für Sie zusammengefasst. 


1. Ursachenforschung

Behalten Sie einen kühlen Kopf. Die wichtigste Grundregel bei einem überfluteten Keller ist, dass Sie zunächst die genaue Ursache ausfindig machen. Denn die Schadenursache entscheidet über die weitere Vorgehensweise und die entsprechenden Maßnahmen. 


2. Die erste Handlung

Handelt es sich um einen Leitungswasserschaden, sollten Sie so schnell wie möglich die Wasserzufuhr am Haupthahn oder an den Absperrventilen stoppen. Sichern Sie umgehend alle elektrischen Geräte oder unterbrechen Sie die Stromzufuhr, um einen Stromschlag oder einen Kurzschluss zu vermeiden.


3. Schaden dokumentieren

Um gegenüber einer Versicherung den Schaden geltend machen zu können, ist es wichtig, dass Sie den Schaden dokumentieren. Das geschieht mit Fotos, auf denen Sie den Wasserstand festhalten. Um die tatsächliche Höhe des Wasserspiegels nachzuweisen, ist die Verwendung eines Zollstocks sinnvoll. Diesen stellen Sie ins Wasser und fotografieren auf der Skala den genauen Wasserstand ab. Ist das Wasser aus dem Keller abgepumpt, gehen Sie in derselben Weise mit den beschädigten Gegenständen im Keller vor, die Sie ebenfalls fotografieren. Ob die Gebäudeversicherung bei Hauseigentümern oder die Hausratversicherung bei Mietern für den Schaden aufkommt, ist abhängig von den jeweiligen Vertragsbedingungen und auch davon, ob der Schaden möglicherweise fahrlässig herbeigeführt wurde. (Weitere Informationen unter http://www.mietrecht.org/wohnungsmaengel/wasserschaden/ und https://www.hausverwalter-vermittlung.de/blog/wasserschaden-wer-zahlt/)


4. Wasser abpumpen

Von der Wassermenge hängt es ab, wie Sie das Wasser beseitigen. Das geschieht mit Wasserpumpen, von denen es drei verschiedene Typen gibt, die Tauchpumpe, die Schmutzwasserpumpe und die Flachsaugpumpe. Sie erfüllen jeweils unterschiedliche Zwecke. Mit der Tauchpumpe wird die Hauptmenge an Wasser abgepumpt. Ist das Wasser sehr verschmutzt, hat es eine hohe Verschlammung oder ist es mit Fremdstoffen durchsetzt, ist eine spezielle Schmutzwasserpumpe empfehlenswert, die sich durch eine große Filterleistung auszeichnet. Das Restwasser kann mit einer speziellen Flachsaugpumpe, mit einem Nass-Trockensauger oder einfach mit einem Lappen entfernt werden (Quelle: https://www.hausjournal.net/keller-auspumpen). 

Die sofortige Beseitigung des Wassers ist deshalb wichtig, um Schäden an der Bausubstanz und eine spätere Schimmelbildung zu vermeiden. Werden Sie selbst nicht Herr der Lage, rufen Sie die Feuerwehr. Das ist allerdings mit Kosten verbunden, deren Höhe die örtliche Feuerwehr festsetzt. Sofern keine akute Notlage oder lebensbedrohliche Situation vorliegt, sollten Sie die Feuerwehr nicht unbedingt über die Notrufnummer 112 anrufen. Das gilt insbesondere dann, wenn es in Ihrer Gemeinde eine freiwillige Feuerwehr gibt, die Sie um Hilfe bitten können. Die Kosten fallen dann meistens geringer aus.


5. Entfernen der feuchten und beschädigten Gegenstände im Keller

Anschließend muss der Keller entrümpelt und alle nassen Sachen entfernt werden. Sie trocknen im Keller nicht, auch wenn Sie dort lüften und heizen. Das gilt gleichermaßen für die darunter liegende Bausubstanz. Auch sie kann nur trocknen, wenn Wände und Fußböden mit entsprechenden Geräten getrocknet werden. Bleiben die Wände feucht, drohen Schimmelbildung und eine nachhaltige Schädigung der Bausubstanz.


6. Räume trocknen durch den Einsatz von Trockengeräten

Wärme allein reicht für die Trocknung von Räumen nicht aus. Grund ist, dass die Luft in einem von Nässe geschädigten Raum derart mit Feuchtigkeit gesättigt ist, dass Luft und Wärme für die Trocknung nicht ausreichen. Das ist nur möglich, wenn der Luft die Feuchtigkeit entzogen wird. Dies geschieht mithilfe von modernen Trockengeräten, die der Luft die Feuchtigkeit entziehen und sie entfeuchtet wieder abgibt. Die ideale Raumtemperatur für dieses Decken und Böden schonende Verfahren liegt zwischen 15 und 25 Grad Celsius (Quelle: http://www.speidel.info/wissen/trocknung/faq/alles-was-sie-zur-trocknung-eines-wasserschadens-wissen-muessen/#a).


7. Ein Trockengerät mieten

Um Böden und Kellerwände zu trocknen, wird ein Kondensationstrockner eingesetzt. Feuchte Raumluft wird angesaugt und gekühlt, bis der Taupunkt unterschritten wird. Die Feuchtigkeit kondensiert, wird in einem Wasserbehälter aufgefangen und über ein Schlauchsystem abgeleitet. Um Kellerräume zu trocknen, müssen Sie kein Trockengerät kaufen, sondern können auch ein Trockengerät mieten, das direkt zu Ihnen nach Hause geliefert wird. Kondensationstrockner lassen sich über das Internet schon ab 6 Euro pro Tag mieten. Informieren Sie sich dazu zum Beispiel auf http://www.kk-ingbau.de/trocknung/bautrockner-mieten/!