Dachräume mit Schrägen: Tipps für die perfekte Einrichtung

Dachwohnungen mit Wandschrägen haben ihren ganz eigenen Charme.


Dachzimmer wohnlich gestalten

Dachzimmer wohnlich gestalten

Die starke Lichtexposition und besondere Raumkonstellation stellen allerdings auch besondere Anforderungen  an die Einrichtung. Tipps für eine angenehm klimatisierte und möglichst geräumige Gestaltung.


Ein starker Lichtschutz ist elementar

Es ist die hohe Lichtzufuhr, die Dachgeschossen eine besondere Ästhetik verleiht, sich aber spätestens im Sommer oft als äußerst problematisch erweist. Ist der Raum als Schlafraum geplant, kann Sonnenschein in den frühen Morgenstunden den Schlaf schnell vorzeitig beenden. Auch Blendlicht wirkt sich störend aus, zum Beispiel bei der Bedienung von Laptops oder Tablets.

Der hohe Lichteintrag bringt zwangsläufig auch eine starke Bildung von Wärme mit sich. Weil die Raumluft durch die Schrägwände und oftmals geringeren Raumhöhe ohnehin schon sehr viel schlechter zirkuliert, verschärft sich das Problem noch. Ein effektiver Sonnenschutz am Fenster ist hier also unumgänglich. Bewährte Klassiker sind Dachfensterrollos. Einerseits sind sie schlank gestaltet und nehmen wenig Platz weg. Andererseits bieten Modelle in stark verdunkelnder Ausführung und mit reflektierender weißer Rückseite oder silberner Aluminiumbeschichtung gleich zwei Systemlösungen, da sie neben zu starkem Licht auch zusätzlich noch Hitze aus dem Raum fernhalten.

Wichtig ist: An schrägen Fenstern müssen Dachfensterrollos – anders als an Gaubenfenstern oder senkrechten Balkontüren unter dem Dach – immer fest verschraubt werden, da Klemmträger- oder Klebemontagen hier keinen ausreichenden Halt gewährleisten.


Platzsparend planen

Dachschrägen lassen einen Raum gerne kleiner wirken. Damit der Wohnbereich durch das Einrichtungsinventar nicht völlig überladen wirkt, ist Platzersparnis und Minimalismus nicht nur beim Sonnenschutz, sondern auch beim Einsatz von Möbeln das oberste Gebot. Ausgewähltes, möglichst niedriges Mobiliar in Form von Kommoden, Tischen oder Sitzkissen lassen sich hervorragend unter den Schrägen unterbringen, ohne dass sie optisch zu sehr ins Gewicht fallen. Besonders luftig wirkt ein Dachzimmer, wenn die Raummitte frei bleibt. Es ist aber auch Usus, Möbel bewusst mittig oder etwas weiter von der Wand entfernt als Raumteiler oder auch Blickfang zu positionieren, zum Beispiel das Bett, ein Sofa oder eine Sitzgruppe.

Wird darüber hinaus Stauraum, zum Beispiel für Kleidung oder Dinge des alltäglichen Gebrauchs benötigt, sorgen niedrige Regalsysteme mit Boxen oder Schubkästen für ein ordentliches und klar strukturiertes Erscheinungsbild. Sie sind damit eine gute Alternative zu großen Schränken, die unter dem Dach oft schwer oder gar nicht untergebracht werden können.


Die besten Tricks, um Dachräume größer erscheinen zu lassen

Es gibt ein paar Kunstgriffe, mit denen Dachräume geräumiger aussehen. Ein ganz entscheidender Faktor ist dabei die geeignete Farbwahl der Einrichtung, die möglichst hell ausfallen sollte. Wer nicht auf Farbakzente darin verzichten möchte, kann stellenweise ein farbkräftiges Wohnaccessoire beispielsweise in Form von bunten Sofakissen oder gemusterten Dachfensterrollos platzieren.

Ein weiterer Tipp aus der Trickkiste der Raumgestaltung betrifft die Wandgestaltung. Am größten erscheint ein Raum mit Pastellfarben – oder noch besser – mit weißer Wandfarbe. Ein zusätzlicher Tiefeneffekt kommt zustande, wenn eine einzelne Wand mit einer Fototapete mit Naturmotiv oder aber einem großen Spiegel akzentuiert wird.

Ganz entscheidend ist auch die Wahl des richtigen Bodenbelags. Den Boden komplett mit Teppichware auszulegen, macht den Raum nicht nur kleiner, sondern ist aufgrund der Hitzeproblematik auch raumklimatisch nicht besonders günstig. Empfehlenswerter sind glatte Holz- oder Laminatböden. Je nachdem, ob die Dielen oder Paneele quer oder längs verlegt werden, kann der Raum abhängig von seinem Grundriss zusätzlich in seiner Breite oder auch Länge betont werden.