Bodengestaltung im Garten

Wer einen Garten besitzt, verfügt über eine große Fläche, die man nach Lust und Laune gestalten kann


Gartengestaltung Rollrasen

Gartengestaltung Rollrasen

Gartengestaltung Terrassenplatten

Gartengestaltung Terrassenplatten

Teilweise machen Kommunen Vorschriften, wie diese langfristig beschaffen sein müssen. Trotzdem haben viele Menschen freie Hand bei der Wahl ihres Gartendesigns. Hier sind die beliebtesten Ideen für die Bodengestaltung im Überblick zum Kennenlernen.


Der Klassiker: Rasen


Grün und dicht soll Rasen sein. Dabei hat man die Wahl aus edlem englischem Rasen, strapazierfähigem Sportrasen und trittfestem Spielrasen. Sie unterscheiden sich anhand der verwendeten Rasensorten. Im Garten können Rasenflächen nicht nur für optische Frische sorgen, sondern stehen auch als begehbare Fläche zur Verfügung. Je nach Pflegezustand kann Rasen beeindruckend sein oder den Garten vernachlässigt wirken lassen. Die Pflege ist aufwendig, denn in der wärmeren Jahreshälfte muss mindestens einmal pro Woche gemäht werden. Günstig ist ein Rasen aufgrund des hohen Pflegeaufwands nicht. Die Kosten liegen im mittleren Bereich.

Immerhin lässt sich die Rasenfläche selbst anlegen: mit Saatgut oder Rollrasen. Natürlich stehen auch Profi-Gärtner bereit, den Gartenbesitzern das Anlegen der Fläche abnehmen. Ein Rasen ist zwar durchlässig für Regen, was der Umwelt zugutekommt, doch Lebewesen wie Insekten oder Vögel profitieren nicht von ihm, wenn er immer kurz und gepflegt gehalten wird.


Für Faule: Kunstrasen


Rasen lässt sich faken: Als Kunstrasen aus Kunststoffen. Dass es sich nicht um einen echten Rasen handelt, können allerdings teils auch Laien auf Anhieb erkennen. Optisch kann er den Garten daher "billig" und unnatürlich wirken lassen. Das spiegelt auch seine Kosten wider. Immerhin macht er nach dem Verlegen keine Arbeit mehr. Für die Umwelt ist er ebenfalls durch das Auswaschen von Mikroplastik durch Regen und Schnee nicht von Vorteil.


Hartes Pflaster: Steine


Steine lassen sich in Gärten vielseitig einsetzen, zum Beispiel als Kieselsteine für eine Teichumrandung, Schotter für Schottergärten oder Pflastersteine für befestigte Flächen. Nicht immer müssen die Steine dabei grau sein. Im Handel gibt es zahlreiche Steinfarben, mit denen sich sogar Muster erzeugen lassen. Während Pflasterwege und -flächen häufig einen praktischen Nutzen erfüllen, werden Schottergärten fast immer zur Vermeidung von Pflegearbeiten angelegt. Da unter dem Schotter häufig ein undurchlässiges Flies liegt, wächst keine Pflanze auf der Fläche. Jedoch fließt hier auch kein Wasser ab, daher wird der Boden langfristig absterben. Für die Umwelt sind Steine bei zu großen Flächen also nicht zu empfehlen. Je nach Anzahl der Schottergärten und befestigten Flächen in der Nachbarschaft steigt auch das Überschwemmungsrisiko bei Starkregen zusätzlich. Man sollte es also mit Steinflächen möglichst nicht übertreiben. Steinflächen lassen sich selbst bauen, Profis können es aber durch die tägliche Routine häufig besser. Der Pflegeaufwand ist zugleich sehr gering. Selbst Pflasterflächen müssen nur selten abgefegt werden. Mit den Jahren wächst aber immer mehr Unkraut in den Fugen, welches regelmäßig entfernt werden muss.


Für Terrassen und Balkone: Fliesen


Fliesen gibt es in unzähligen Varianten. Man kann aus diversen Formen, Farben und Materialien wählen. Die Vielfalt ist enorm. Sie lassen den Außenbereich ordentlich und häuslich wirken. Werden sie sorgfältig verlegt, sind die Flächen absolut eben und weisen keine Fugen auf. Regenwasser kann sie nicht durchdringen. Daher ist es wichtig, ein Gefälle zum Ablaufen des Wassers einzubauen. Wer keine Erfahrung mit Fliesen hat, sollte eine Fachkraft zum Verlegen beauftragen. Ein Fliesenboden lässt sich leicht pflegen. Man muss ihn nur abfegen oder absaugen und hinterher wischen - schon strahlt die Fläche wie neu. Leider sind die Anschaffungskosten eher hoch und dieser Bereich fällt als Lebensraum für Tiere und Pflanzen auch weg.


Voller Natürlichkeit: Holz


Holz ist das ideale Baumaterial für den Garten, weil es selbst aus der Natur stammt. Optisch passt es sich perfekt in das Ambiente ein und verströmt eine warme Atmosphäre. Mit den Jahrzehnten wird Holz aber verrotten, sofern es nicht regelmäßig behandelt wird. Somit müssend diese Flächen nach ein paar Jahren meist erneuert werden, um das gewünschte Erscheinungsbild beizubehalten. Für die Umwelt sind unbehandelte Hölzer aber die bessere Entscheidung.

Die Kosten für Holz unterliegen starken Schwankungen, die unter anderem mit der Nachfrage auf dem Weltmarkt zusammenhängen. Allgemein gilt ein Quadratmeter Holzbelag als teurer als ein Quadratmeter aus Stein. Zumal man auch die wiederkehrenden Kosten für Lacke oder komplett neues Holz beachten sollte. Natürlich gibt es noch weitere Gestaltungsmöglichkeiten für den Garten, allerdings sind diese Materialien in den meisten Gärten zu finden. Insgesamt ist es vor der Umsetzung immer wichtig, sich der späteren Nutzung bewusst zu sein, um den Boden darauf abstimmen zu können.