Welcher Müll gehört in welche Tonne?

Deutschland genießt auf dem Gebiet der Abfalltrennung und des Recyclings weltweit ein hohes Ansehen


Welcher Müll gehört in welche Tonne?

Welcher Müll gehört in welche Tonne?

Dafür können wir auch einiges vorweisen. Immerhin wird in Deutschland seit rund 30 Jahren bundesweit und umfassend Müll getrennt. Das Konzept der Abfalltrennung wird ständig erweitert und verbessert. Und das aus gutem Grund: Abfall ist eine wichtige Ressource für die Wirtschaft. Aus ihm können Wärme, Energie, Kunststoffe, Biogas und wertvolle Metalle zurückgewonnen werden. Damit die Abfalltrennung effizient funktioniert, muss sie bereits beim Verbraucher ansetzen. Doch es gibt immer noch einige Unklarheiten. Die Menschen sind sich oft nicht sicher, welcher Abfall wohin gehört. Genau das wollen wir hier angehen.


Die gelbe Tonne oder gelber Sack

Zu dieser Kategorie gehören alle Verpackungen aus Kunststoff. Aber auch Weißblech, Aluminium und Verbundwerkstoffe fallen darunter. Es ist wichtig, die Verpackung in alle Einzelteile zu zerlegen, damit möglichst viel recycelt werden kann. Daraus kann zum Beispiel Verpackungsmaterial zurückgewonnen werden.

  • Metall: Konservendosen, Alufolie und Aludeckel, Kronkorken, leere Haarspraydosen etc.
  • Kunststoff: Einweggeschirr, Styroporschalen, Joghurtbecker, Dusch- und Shampooflaschen etc.
  • Verbundmaterial: Getränkekartons, Butter- und Käsefolien, kunststoffbeschichtete Kartons etc.


Die blaue/grüne Tonne


Die Farbe der Mülltonne für Altpapier hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Die unten aufgeführten Beispiele gelten als Altpapier. Was nicht in die blaue oder grüne Tonne gehört, ist verschmutztes Papier, Pizzakartons mit Essensresten und Fettflecken, Kohlepapier oder Tapetenreste. 

  • Eierkartons
  • Briefumschläge
  • Kataloge, Zeitschriften, Magazine, Werbeprospekte
  • Verpackungen aus Pappe, Papier, Kartons
  • Wellpappe
  • Hefte und Bücher
  • Hochglanzpapier

Die braune Tonne

Die Bioabfälle gehören in die braune Mülltonne, eine Mülltonne mit einem braunen Deckel oder der Aufschrift "Biomüll". Aus diesen Abfällen kann Kompost für die Landwirtschaft, Biogas für Wärme und Energie gewonnen werden. In dieser Kategorie gibt es das höchste Verwechslungspotential mit dem Restmüll. Deshalb ist es wichtig, diese Kategorie so genau wie möglich zu sortieren. Allerdings definiert jede Gemeinde den Biomüll selbst, je nach ihren Verwertungsmöglichkeiten. Folgendes kann jedoch zum Bioabfall gezählt werden:

  • Gartenabfall: Äste, Laub, Blumenerde, Blumen
  • Eierschalen, Obstschalen, Nussschalen
  • Knochen und Fischgräten
  • Essensreste (gekocht, verdorben oder roh)
  • Milchprodukte und Käsereste
  • Fleisch- und Wurstreste
  • Obst, Gemüse, Salat

Die schwarze Tonne

Dieser Müll ist alles, was übrigbleibt und nicht oder nur mit zu großem Aufwand recycelt werden kann. Da es sich um eine bunte Mischung handelt, sollte auch ein entsprechender Müllcontainer verwendet werden. Beispielsweise eine Restmülltonne 60 Liter reicht für ein Einfamilienhaushalt aus. Oft ist es aber viel zu viel, was aus Faulheit nicht richtig sortiert oder getrennt wurde. Nachfolgend nennen wir Beispiele, die definitiv in die schwarze Tonne gehören:

  • Asche
  • Scherben aus Glas, Porzellan, Keramik
  • Verschmutztes Papier und Karton
  • Hygieneartikel, Windeln, Putzlappen
  • Staubsaugerbeutel
  • Tierkot und Streu
  • Lumpen, stark verschmutzte und kaputte Altkleidung

Der übrige Müll

Nicht jeder Müll kann durch den Haushaltsmüll entsorgt werden. Besonders beim Neubau entsteht viel Müll, der speziell entsorgt werden muss. Auch beim Renovieren und Sanieren entstehen Unkosten. Um große Müllmengen und Umweltbelastung zu vermeiden, sollte ganz genau überlegt und kalkuliert werden. Wertstoffhöfe und Recyclinghöfe können Ihnen helfen problematischen und sperrigen Abfall zu entsorgen. Sonst gilt Folgendes:

  • Altkleidung: Spenden oder in Altkleidercontainer entsorgen
  • Sperrmüll: Abholservice beauftragen oder zum Wertstoffhof bringen
  • Elektroschrott: Zum Wertstoffhof bringen
  • Altglas: Entsorgung durch Glascontainer