Sicherheit im Eigenheim. So sichern Sie Ihr Hab und Gut


Abbildung 1: Wertsachen und Dokumente sind in einem Tresor gut verwahrt.

Abbildung 1: Wertsachen und Dokumente sind in einem Tresor gut verwahrt.

Abbildung 2: Gut die Hälfte der Deutschen hat Angst.

Abbildung 2: Gut die Hälfte der Deutschen hat Angst. Angst davor, Opfer eines Taschendiebstahls oder gar eines Einbruchs zu werden.

Abbildung 3: Terrassentüren sind die erste Wahl bei Einbrechern.

Abbildung 3: Terrassentüren sind die erste Wahl bei Einbrechern. Doch auch Garagentüren sind begehrte Zugänge, die gesichert werden sollten.

Die Sorge um das eigene Hab und Gut ist beim einen mehr und beim anderen weniger präsent. Laut einer WDR-Infratest-Umfrage hat die Hälfte der deutschen Bevölkerung Angst: 53 Prozent haben Angst, dass ihnen ihr Hab und Gut auf offener Straße geraubt wird. 53 Prozent haben Angst, Opfer eines Einbruchs zu werden. Den Taschendieben soll in diesem Beitrag keine Aufmerksamkeit gewidmet werden. Im Fokus sollen stattdessen Sicherungsmaßnahmen stehen, um das Haus und die darin befindlichen Wertsachen vor Einbrechern zu schützen.


Schutz im Außenbereich: Terrassen und Balkone bilden die größte Schwachstelle

Das Netzwerk „Zuhause sicher“ verweist im Rahmen einer Aufklärungskampagne auf diese Schwachstellen, die es abzusichern gilt:

  • Der Zugang zum Haus 36 Prozent der Einbrecher greifen über die Eingangstür einer Wohnung an, allerdings versuchen es nur 12 Prozent an der Tür eines Wohnhauses.
  • Neben- und Verbindungstüren Häufig vergessen werden Garten- und Kellertüren, Garagentüren und andere Zugänge, die einen Zugang zum Haus verschaffen können. In diesem Zusammenhang ist auch das Garagentor selbst ein Sicherheitsrisiko – vor allem dann, wenn Haus und Garage miteinander verbunden sind und der Einbrecher durch die Garage ins Haus gelangen kann. Häufig vergessen wird auch die Gefahr, die von ungesicherten Lichtschächten ausgeht.
  • Terrassentüren und Fenster 50 Prozent der Einbrüche in Einfamilienhäusern starten bei der Terrassentür. Damit besteht an eben dieser Stelle wohl das größte Sicherungspotential. In Mehrfamilienhäusern liegt das Risiko noch bei 35 Prozent, dass die Terrassentür aufgehebelt wird. Ebenso beliebte Zugänge der Langfinger sind Fenster. 32 Prozent der Langfinger verschaffen sich über die Fenster des Hauses Zugang zum Haus. Bei Wohnungen gilt das in 27 Prozent der Fälle. Weniger gefährdet ist indes der Balkon im Obergeschoss. Grundsätzlich gilt: Je höher, desto schwieriger ist der Zugang für die Einbrecher.


Die Polizei empfiehlt „einbruchhemmende Produkte“

Die DIN EN 1627ff. ab der Widerstandsklasse RC 2 zeigt an, dass ein geprüftes und zertifiziertes, einbruchhemmendes Tür- oder Fensterprodukt vor einem liegt. Die Polizei empfiehlt Produkte dieser Palette vor allem bei Umbaumaßnahmen oder für jeden Neubau. Diese DIN gibt an, dass Türblatt, Schloss, Zarge und Beschlag so aufeinander abgestimmt sind, dass es sicherheitstechnisch keinen Schwachpunkt gibt. In der Praxis ist natürlich auch das Nachrüsten von Sicherheitsfenstern und -türen erlaubt und möglich. Die DIN 18104 (1 und 2) regeln den Einbau von Nachrüstsystemen. Wichtig ist dabei, die einzelnen Bestandteile sinnvoll auf einander abstimmen zu lassen.

Neben dem Portfolio mechanischer Möglichkeiten regt die Polizei auch an, über diese Sicherungsaspekte nachzudenken: Einbruchmeldeanlagen verhindern zwar keine Einbrüche, wohl aber haben sie einen abschreckenden Charakter. Möglich ist auch, aus dem Einbruchmelder einen Überfallalarm werden zu lassen. Der Unterschied liegt darin, ob lediglich ein akustisches Warnsignal abgegeben wird, das abschrecken soll, oder ob bei der Polizei ein Alarm eingehen soll. Eine professionelle Beratung – auch um Fehlalarme zu verhindern – ist nötig.


Die Sicherung wichtiger Dokumente und Unterlagen wird oft verkannt

Wenn sich Langfinger Zugang zum Haus oder zur Wohnung verschaffen, dann haben sie die größten Hürden in aller Regel schon hinter sich. Meist wird nämlich die Sicherung des eigenen Hab und Gut auf die Absicherung des Hauses oder der Wohnung als Hülle fokussiert, im Innenbereich ist dann von etwaigen Sicherungen keine Spur mehr. Lange Zeit waren Tresore nur in Hotelzimmern anzufinden oder gedanklich für Unternehmen reserviert. Das ist schon lange nicht mehr der Fall, denn: Auch für den Privatbereich gibt es einen unauffälligen Schutz von Wertsachen und Dokumente. Möbeltresore verbinden dabei den Wunsch nach Sicherheit und fallen optisch nicht auf, da sie in bestehendes Mobiliar integriert werden. Profis in punkto Wertsachen- und Dokumentensicherung warten in diesem Zusammenhang mit einem breiten Portfolio an Tresoren in der Sicherheitsstufe A nach VDMA 24992 bis hin zu Möbeltresoren mit geprüftem Einbruch- und Feuerschutz auf.

Was alles im Tresor untergebracht werden kann, verrät ein Blick in diese Tabelle:

Das kann im Möbeltresor deponiert werden

Das sollte besser anderweitig gesichert werden

  • Persönliche Dokumente, Ausweise etc.
  • Schlüssel (z.B. Wohnungsschlüssel von Freunden, Ersatzschlüssel, …)
  • Externe Datenträger
  • Papiere, Akten, Karten
  • Teurer Schmuck
  • alles, was im Haushalt nicht öffentlich zugänglich sein soll
  • Bargeld (beispielsweise für die nächste Schnäppchenjagd)
  • das gesamte Ersparte
  • Bilder, Gemälde und andere Kunstwerke


Fazit: Kombinierte Sicherungsmaßnahmen zeigen den größten Erfolg

Fakt ist: Es gibt Langfinger, die sich nicht auf ehrliche Weise versorgen können oder wollen, sondern sich lieber am Hab und Gut anderer bedienen. Um sich vor eben dieser Klientel zu sichern, bedarf es einer doppelten Absicherung. Der Außenbereich muss abgeriegelt werden und im Innenbereich muss es eine Sicherung wertvoller oder wichtiger Dokumente und Unterlagen geben. Beratung und Verkauf sollten in jedem Fall vom Fachmann geleistet werden.

 

Bildnachweis:
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