Poolpflege - Worauf müssen Sie achten?

In regelmäßigen Abständen müssen Pool und Anlage einer Grundreinigung unterzogen werden


Poolpflege

Poolpflege

Hierbei steht nicht nur die Algenbekämpfung, sondern auch die Regulierung von Chlor- und pH-Wert im Vordergrund. Worauf Poolbesitzer achten müssen, damit der Badespaß nicht getrübt wird.


Wann muss der Pool gereinigt werden?


Mindestens einmal im Monat sollte der Pool gereinigt werden. Je nach Reinigungssystem müssen zwischendurch Stoßchlorungen durchgeführt oder die Filter gereinigt werden. Spätestens wenn Anzeichen von Verunreinigungen auftreten, ist eine Poolreinigung notwendig. Am Anfang der Poolpflege werden mit einem Kescher die gröbsten Verschmutzungen von der Wasseroberfläche entfernt. Sind Laub, Insekten und Co. beseitigt, wird bei der Grundreinigung das Poolwasser abgelassen. Danach können die Wände und der Boden des Pools gründlich gereinigt werden. Hierfür werden am besten geeignete Utensilien aus dem Fachhandel verwendet, damit sich auch tatsächlich alle Rückstände beseitigen lassen. Anschließend kann wieder frisches Wasser eingefüllt werden. Bei Bedarf wird zuvor die Filteranlage überprüft und mit einer neuen Kartusche ausgestattet.


pH-Wert und Chlorwert regulieren


Hat das Wasser im Pool bereits eine grüne Farbe angenommen, gilt schnelles Handeln. Geeignete Chlormittel befreien den Pool von Algen und damit auch von einem Nährboden für Pilze und Bakterien. Wenn das Wasser grün ist, sollten die Wände und der Boden des Pools gründlich geputzt werden. Danach noch den Dreck absaugen und das Wasser einmal durch den Filter laufen lassen.

Je nach Verschmutzungsgrad kann es sinnvoll sein, den Filter noch einmal separat zu reinigen, damit auch sicher alle Rückstände entfernt werden. Danach heißt es wieder, den pH-Wert des Wassers zu prüfen. Hierfür eignen sich handelsübliche Messstreifen. Ideal ist ein Wert zwischen 7,0 und 7,4. Höhere oder niedrige Werte werden mit einem pH-Heber oder -senker reguliert. Alternativ lässt sich der pH-Wert des Wassers durch eine Frischwasserbefüllung erhöhen.

Die Regulierung des pH-Werts ist für ein angenehmes Badevergnügen im Pool unabdingbar. Ist der pH-Wert zu hoch, kann es zu Haut- und Augenreizungen kommen. Zudem reduziert sich die Wirksamkeit der Desinfektionsmittel und die Gefahr von Kalkablagerungen und Kalkausfällen im Pool nimmt zu. Ein zu niedriger pH-Wert kann ebenfalls Reizungen und Einschränkungen bei der Wirksamkeit der Pflegemittel zur Folge haben. Zudem kann es vermehrt zu Korrosion an den Poolmaterialien und zu unangenehmen Gerüchen kommen.


Algen und Kupferablagerungen aus dem Pool entfernen


Wenn das Poolwasser braun verfärbt ist, kann es sich um Kupfer- oder Eisenablagerungen handeln. Es gilt, die Filteranlage sorgfältig durchzuspülen und den pH-Wert zu überprüfen. Flockungsmittel sorgen für eine zusätzliche Reinigungswirkung. Bei Bedarf muss zum Schluss noch Eisen-Ex in den Pool gegeben werden. Milchig-trüb gefärbtes Wasser deutet auf einen zu hohen Chlorgehalt im Wasser hin. Dieser muss reduziert und bei Bedarf das Poolwasser erneuert werden.

Abschließend verhindert die Zugabe von Algizid die Entstehung neuer Algen. Sobald das Wasser sich normalisiert hat, darf im Pool wieder gebadet werden.


Die richtigen Pflegemittel für den Pool


Damit der Pool im Sommer und Winter gut gepflegt ist, werden die richtigen Reinigungsmittel benötigt. Ein geeignetes Mittel ist Chlor. Geeignete Chlormittel sind in verschiedenen Ausführungen im örtlichen Baumarkt zu finden, etwa als Tabletten oder Granulat. Je nach Substanz unterscheidet sich die Handhabung. In der Regel muss zunächst der Chlorgehalt des Wassers geprüft werden. Danach können Granulate oder andere Mittel verwendet werden, um den Wert zu regulieren. Danach erfolgt eine weitere Messung des Chlorgehalts und bei Bedarf die Zugabe von weiteren Chlorpräparaten. Lediglich bei der Verwendung von Tabletten entfällt die anschließenden Messung. Die Tabletten werden in den Dosierschwimmer oder Skimmer gegeben und führen dem Wasser anschließend kontinuierlich Chlor zu. Der passende Chlorgehalt ist meist auf der Packungsrückseite zu finden. Empfohlen wird ein Chlorwert zwischen 0,5 und einem Milligramm pro Liter.


Poolwasser mit Aktivsauerstoff und Salzwasser-Elektrolyse reinigen


Alternativ kann der Pool mit Aktivsauerstoff gepflegt werden. Die Sauerstoff-Methode ist hautfreundlich und sanft und funktioniert über Persulfate oder Wasserstoffperoxid. Auch bei der Verwendung von Aktivsauerstoff müssen die Herstellerangaben befolgt werden. Dies ist insbesondere aufgrund der hohen Warmwasserempfindlichkeit von Aktivsauerstoff notwendig. Richtig eingesetzt, vermeidet die Sauerstoff-Methode unangenehme Chlorgerüche und das Ausbleichen von Kunststoffteilen, ist aber auch schonender für die Gesundheit. Als dritte Variante kann der Pool mittels Salzwasser-Elektrolyse gereinigt werden. Insofern das entsprechende System vorhanden ist, lassen sich Keime und Bakterien auf diese Weise schnell abtöten. Auch hier gilt es, die Angaben des Geräteherstellers zu berücksichtigen, um eine optimale Reinigung des Pools zu gewährleisten.


Fazit: Das ist bei der Poolpflege zu beachten


Bei der Poolpflege sind von der Regulierung der pH- und Chlorwerte bis zur Filterreinigung und Bekämpfung von Algen einige Dinge zu beachten.

  • Poolreinigung spätestens bei sichtbaren Verschmutzungen vornehmen
  • Bei der Grundreinigung das gesamte Poolwasser wechseln
  • Pflegemittel je nach Verschmutzungsart und Wasserfarbe wählen
  • Algen mit Algiziden bekämpfen
  • pH-Wert und Chlorwert messen und falls nötig regulieren
  • Alternative Reinigungsmethoden wie Salzwasser-Elektrolyse in Betracht ziehen.

Bei regelmäßiger Pflege bleibt der Pool über viele Jahre benutzbar. Der Pool sollte zu Beginn und Ende jeder Saison gründlich gereinigt und mindestens alle zwei Jahre von einem Fachmann gewartet werden.