Passivhaus - Mit wenig Technik zur Betriebskosteneinsparung

Beim Bauen ihrer eigenen vier Wände, ob zum selbst Bewohnen oder zum Vermieten, sollten sie großen Wert auf die Energieeffizienz legen


Passivhaus

Passivhaus

Häuser, die besonders sparsam im Wärmeverbrauch sind, gehen nicht nur mit geringen Betriebskosten einher, sondern schonen auch die Umwelt sowie knapp werdende Ressourcen. Aus diesem Grund geht der Trend bei modernen Bauherren und Herrinnen immer stärker zum Passivhaus. Was Sie bei der Auswahl eines solchen Hausmodells beachten sollten und welche Fehler es zu vermeiden gilt, erfahren Sie im Folgenden.


Was ist ein Passivhaus?


Passivhäuser zeichnen sich durch eine enorme Besonderheit aus, die bisweilen nur aus südeuropäischen oder afrikanischen Ländern bekannt war. Die Häuser werden ohne Heizung, Ofen oder Kamin gebaut. Betrachten Sie das Haus im Sommer klingt dies noch logisch, doch in Anbetracht der kalten Wintermonate stellt sich die Frage, wie das Haus beheizt werden soll. Ein Haus ohne Heizung gibt es natürlich nicht. Auch ein Passivhaus verfügt über eine Heizung. Diese wird elektrisch über die Lüftungsanlage, die für solche Häuser zwingend erforderlich sind, betrieben. Zudem werden Passivhäuser besonders stark und gut isoliert. Sie geben daher kaum Wärme an die Umgebung ab. Doch das genügt nicht, um die Winter zu überstehen. Auch das Dach muss mit besonderer Isolation versehen sein. Hierzu sorgen die Architekten/innen sowie Bauarbeiter/innen für eine Dämmung der Außenwände, des Daches sowie der Bodenplatte. Die Wärmeverluste sind maximal reduziert. Des Weiteren nutzt das Passivhaus, wie der Name bereits verrät, passive Wärmequellen. Das bedeutet, dass beispielsweise Abwärme elektrischer Geräte gebündelt und wiederverwendete wird. Ebenso kann Sonnenwärme durch auffallend große Fensterflächen eingesammelt werden. Im Vergleich zu unsanierten Altbauten sparen Sie sich bis zu 90 % der Heizwärme, was einen immensen finanziellen sowie umweltfreundlichen Vorteil mit sich bringt.


Nachteile gekonnt gebannt!


Ein Nachteil des Passivhauses zeichnet sich jedoch durch die Lüftungsanlagen sowie Dampfbremsen aus. Um die Wärme im Haus zu halten, werden immense Isolationsschichten aufgetragen. Um zu verhindern, dass Wasserdampf in der Isolierung kondensiert und Schimmel entsteht, müssen Dampfbremsfolien z.B. aus Kunststoff verbaut werden.

Das Passivhaus wird aus diesem Grund in eine Art Plastiktüte mit Lüftungsanlage gesteckt. Kontrollierte und dosierte Abfuhr der Luft mit der in jedem Haus entstehenden Luftfeuchtigkeit sind somit möglich. Viele Menschen empfinden daher das Klima in Passivhäusern nicht allzu angenehm, da die Entfeuchtung des Hauses recht aufwendig ist. Die Diffusion von Wasserdampf wäre vonnöten, um die Luftfeuchtigkeit in einem natürlichen Gleichgewicht zu halten – wie in den „älteren Häusern“ früher.

Aus diesem Grund hat sich www.bio-solar-haus.de entschieden, das Konzept des Passivhauses insofern zu verbessern, dass Dampfsperre, Lüftungsanlage oder auch Dampfbremsen entfallen können. Das Entfeuchten des Hauses gelingt mittels Diffusion. Hierzu erwärmen die Experten das Luftpolster zwischen Außen- und Innenwand des Hauses mithilfe des Wintergartens. Denn die transparenten Dach- und Gebäudeflächen machen es möglich, dass durch Sonneneinstrahlung ein Treibhauseffekt im Wintergarten entsteht. Bei diesem Prozess entsteht warme Luft, die verhindert, dass der diffundierte Wasserdampf kondensieren kann. So kann die Feuchtigkeit abtransportiert werden und die Wärme bleibt ohne lüften zu müssen im Haus. Somit herrscht stets ein gesundes, sauberes Luftklima im Haus. Der Clou: Da der Wasserdampf immer im trockenen, gasförmigen Zustand bleibt, schließt dies das Entstehen von Schimmel physikalisch aus.


Ihr Passivhaus macht Freude


Entscheiden Sie sich für ein Passivhaus, erfreuen Sie sich schon bald geringerer Heizkosten sowie einem Beitrag zum Umweltschutz. Doch bereits beim Bau des Hauses wird Ihnen eine immense Kostenersparnis auffallen. Denn anders als übliche Häuser bauen Sie keine kostspieligen Lüftungs- und Heizungsanlagen, Heizkörpern oder Heizkesseln ein. Ebenso sparen Sie sich Brennstofflager oder den Schornstein. Diese Ersparnis macht sich bei den Baukosten mehr als deutlich bemerkbar.

Im alltäglichen Leben profitieren Sie von einer angenehmen Wärme in jedem Raum. Gleich wie groß die Räume gebaut oder wie stark möbliert sie sind, jeder Raum kann individuell temperiert werden.