Körperanalysewaagen im Freizeitsport einsetzen

Personenwaagen gehören heute wie selbstverständlich - und sei es als bloßes Accessoire - in jeden Haushalt


Körperanalysewaage

Körperanalysewaagen im Freizeitsport einsetzen

Doch nur wiegen, das reicht vielen oftmals nicht mehr. Schon gar nicht ambitionierten Freizeitsportlerinnen und -sportlern. Denn diese müssen über die Fett- und Muskelanteile in ihrem Körper gut Bescheid wissen, wollen sie ihre Leistung steigern bzw. bestimmte Ziele erreichen. Aber sind gängige Körperanalysewaagen dazu überhaupt geeignet? Schauen wir uns das mal genauer an.


Freizeitsport zwischen Gesundheit und Leistung

Der Freizeitsport ist seit nunmehr rund 70 Jahren eine veritable Institution in allen Industriegesellschaften. Das kommt  natürlich nicht von ungefähr, denn wie es der Begriff auch schon nahelegt, setzt Freizeitsport eine gewisse Menge an Freizeit voraus, in der etwaigen Freizeittätigkeiten überhaupt nachgegangen werden kann. Insofern sieht man nicht zuletzt deshalb etwa in Venezuela oder im Senegal weitaus weniger Menschen joggend durch die Gegend streifen als beispielsweise in Deutschland, England oder den USA.

Ursprünglich ist der Freizeitsport vor allem aus einer gesundheitsorientierten Politik und gesellschaftlichen Strömung heraus entstanden. Immer mehr sitzende Tätigkeiten sowie eine zuckerreiche und fetthaltige Ernährung haben einen Bedarf geschaffen, etwas für die Gesundheit zu tun. Doch dabei blieb es nicht lange. Spätestens mit dem Einsetzen des Marathonbooms in den 1980er Jahren kam auch eine gewisse Leistungsorientierung im freizeitsportlichen Sektor zum Vorschein. Sie verweist bis heute darauf, dass dem Freizeitsport eben auch ein sinnstiftendes Potenzial innewohnt. Das bedeutet auch, dass viele Menschen heute durchaus sehr ambitioniert Sport treiben, auch wenn sie ihren Lebensunterhalt mit etwas anderem bestreiten.

Das ambitionierte Sporttreiben ist nun, rein äußerlich betrachtet, nur schwerlich von der profimäßigen Sportpraxis zu unterscheiden. Auch hier muss man Trainingspläne gewissenhaft einhalten und penibel auf seine Ernährung achten; und man muss sich entsprechend auch einschlägiges Wissen aneignen. Folglich ist eine permanente Körper- bzw. Leistungskontrolle hier unvermeidlich, denn wie sonst sollte man etwaige Fortschritte gezielt erreichen und kontrollieren können? Genau an diesem Punkt werden nun auch die Körperanalysewaagen interessant. Was hat es mit diesen auf sich?


Körperanalysewaagen im Freizeitsport einsetzen

Körperanalysewaagen sind bei ambitionierten Freizeitsportlerinnen und -sportlern besonders beliebt bzw. gefragt. Schließlich versprechen sie, dass man mit deren Hilfe nicht nur das reine Körpergewicht messen kann, sondern ebenfalls den Muskel-, Wasser- und Fettanteil sowie die Knochendichte. Dies bietet enorme Vorteile gegenüber herkömmlichen Personenwaagen, die nur das Gewicht erfassen. Dies deshalb, weil es bei Sportlerinnen und Sportlern immer auf die konkrete Zusammensetzung des Körpergewichts ankommt. So sind austrainierte Sportler rein gewichtsmäßig häufig recht schwer und müssten laut BMI (Body Mass Index) als übergewichtig eingestuft werden. Dabei liegt es natürlich auf der Hand, dass sie es nicht sind; die aufgebaute Muskelmasse kompensiert bei ihnen vielmehr den niedrigen Fettanteil. Umgekehrt kann es aber auch sein, dass jemand zwar wenig wiegt, dabei jedoch nicht gerade eine Strandfigur vorweist, und zwar wiederum aus dem einfachen Grund, dass er oder sie kaum Muskel-, dafür aber viel Fettmasse hat. Entsprechend müssen auch der Wasseranteil sowie die Knochendichte in Relation zu den anderen Komponenten des Körpergewichts betrachtet werden.

Gleichwohl sollte man die Grenzen von handelsüblichen Körperanalysewaagen kennen. Zum einen variieren sie stark hinsichtlich ihrer Messgenauigkeit. Dies ist so lange kein großes Problem, wie man sich stets mit der gleichen Waage analysiert. Etwas problematischer ist dagegen der Umstand, dass die meisten Körperanalysewaagen beispielsweise nur den Fettanteil bis zur Hüfte erfassen und von dem ermittelten Wert aus eine Schätzung über den Fettanteil im gesamten Körper anstellen. Zwar gibt es hier auch Waagen, die zusätzlich über Handsensoren verfügen, mit denen dann auch der Fettanteil im Oberkörper ermittelt werden kann, diese sind jedoch weitaus seltener anzutreffen. Grundsätzlich gilt aber auch hier: Solange man sich stets mit der gleichen Waage wiegt bzw. vermisst, reichen die gemessenen Werte als Orientierung für die Zwecke der meisten ambitionierten Freizeitsportlerinnen und -sportler völlig aus.

Schließlich muss man zum anderen auch sehen, dass Messwerte durch falsches Wiegen bzw. Messen verfälscht werden können. So etwa dann, wenn man sich mit nassen Füßen auf die Waage stellt oder sich vorher mit einer Lotion bzw. Feuchtigkeitscreme einschmiert. Auch sollte man sich nicht mit vollem Magen vermessen oder kurz nachdem man viel Flüssigkeit zu sich genommen hat. Menschen mit Herzschrittmachern sollten sich zudem vorher genau erkundigen, ob sie sich auf solche Analysewaagen überhaupt stellen dürfen, da diese elektronische Impulse durch den Körper senden, die die Funktion eines Herzschrittmachers stören könnten.