Immobilien ETFs bieten derzeit gute Chancen

Die Immobilienbranche boomt


Immobilien ETFs

Immobilien ETFs

Für viele Experten ist der Aufschwung noch lange nicht vorbei. Nach wie vor, strömen ausländische Investoren auf den Markt, die in den deutschen Immobilienmärkten immer noch ein gutes Investment sehen. Schlecht für Mieter, aber gut für Investoren: Die Mieten steigen auf breiter Front.

Dank der historisch niedrigen Zinsen und lange Zeit so nicht mehr erlebten Konjunktur mit steigenden Löhnen sowie dem Gefühl vieler Menschen wieder einen sicheren Arbeitsplatz zu haben, wagen auch viele Menschen den Schritt ins eigene Heim. Schließlich kann eine Immobilie auch ein wichtiger Baustein für die Altersvorsorge sein.  Vom Boom in der Branche profitieren auch Immobilien-ETFs.


Was sind Immobilien ETFs überhaupt?

ETFs (Exchange Traded Funds) sind an den Börsen erhältliche Indexfonds, die entweder in einen Leitindex oder Branchenindex investieren und so alle Papiere, die in einem Index zusammengefasst sind in ihrem Portfolio beinhalten. Im Fall von Immobilien-ETFs sind das Aktien von börsennotierten Immobilienunternehmen, die sich auf den Bau und Verkauf oder das Vermieten von Immobilien spezialisiert haben. Einen Überblick über das Angebot an ETFs können Sie hier finden.

Bei den Immobilien muss es sich keinesfalls nur um Wohnungen handeln. Die Unternehmen bauen oder managen auch Logistik- und Industrieimmobilien, Krankenhäuser, Tankstellen und viele andere Spezialimmobilien, die sich ebenfalls in einem wachsenden Markt bewegen und daher für Anleger interessant sein können.

Der Vorteil für Anleger in Immobilien-ETFs ist, dass sie mit dem Erwerb von Anteilen gleich in viele verschiedene Aktien investieren, ohne diese teuer selbst erwerben zu müssen. Das bedeutet vorn herein eine gute Risikodurchmischung, zumindest innerhalb der Immobilienbranche. Die Anteile sind hinsichtlich der Ordergebühren zudem sehr günstig zu erwerben. Oft werden auch Sparpläne angeboten, in denen staatliche Riester- beziehungsweise Rürup-Zuschüsse beantragt und eingebracht werden können.


Was sind die Risiken von Immobilien ETFs?

Generell besteht das Risiko, dass sich Immobilien-ETFs schwerpunktmäßig nur in einer Branche engagieren. Wenn der Boom an den Märkten einmal wieder nachlassen sollte, hat das höchstwahrscheinlich auch Auswirkungen auf die Aktienkurse der börsengehandelten Immobilienunternehmen.

Das ETFs generell passiv gemanagt werden, müssen sie dann ebenfalls Papiere auf den Markt werfen und werden wie der zugrunde gelegte Index ebenfalls an Wert verlieren. Wenn es sich um einen heftigen Abwärtstrend handelt, können ETFs den Abschwung sogar noch verstärken, weil mittlerweile sehr viel Geld in den Index-Fonds gebunden ist und damit entsprechend viele Aktien gehalten werden.

Ein weiteres Risiko kann die Laufzeit eines Immobilien-ETFs darstellen. Vielfach haben ETFs eine Laufzeit von zehn Jahren. Nach Ende der Laufzeit werden die Fonds aufgelöst und die Anleger ausgezahlt. Niemand kann allerdings ahnen, ob das Ende der Laufzeit nicht in eine Krise hineinfällt, sodass bei der Auflösung des Fonds Verluste realisiert werden müssen. Eine Prolongation der Laufzeit ist standardmäßig nicht vorgesehen.

Anleger haben zudem kaum die Möglichkeit vorzeitig aus einem ETF auszusteigen, da es keinen geregelten Zweitmarkt für ETF-Anteile gibt. Sie müssten sich auf das Gebot des ausgebenden Fonds verlassen., was regelmäßig in erheblichen Kursabschlägen enden dürfte. Erhaltene Förderungen müssten zudem zurückgezahlt werden.


Wo können Anteile an Immobilien ETFs erworben werden?

Anleger können Immobilien ETFs bei ihrer Hausbank oder auch selbst bei einem Online Broker, der ETFs anbietet erwerben. Letzteres hat den Vorteil, dass die Anteile wesentlich günstiger gekauft werden können. Dafür gibt es jedoch auch keine Beratung, die bei der Bank vorgeschrieben ist.

Wichtig ist, dass sich Anleger nur bei einem in der EU regulierten Online-Broker anmelden, der zudem einen guten Ruf hat. Hierzu gibt es zahlreiche Online-Tests, die sich Trader durchlesen können.

Viele Online Broker bieten ihren Kunden auch noch andere Handelsmöglichkeiten, etwa den Forex-Handel oder das Trading mit CFDs (Differenzkontrakte) an. Dabei handelt es sich jedoch um sehr riskante Produkte, deren Marktmechanismen erst erlernt werden sollte. Seriöse Broker offerieren ihren Kunden hierzu auch kostenloses Schulungsmaterial, Web-Tutorials sowie eine Demo-Konto, mit dem das Trading erst einmal geübt werden kann.