Home Automation vor dem Durchbruch?

Verbraucher zögern noch


Home Automation 2017

Home Automation 2017

Wie sieht unsere Zukunft aus? Das zentral gesteuerte Smart Home ist technisch längst machbar – die Verbraucher allerdings zögern. Es fehlen noch entscheidende Impulse, dass Home Automation und die entsprechenden Geräte sich flächendeckend durchsetzen. Lesen Sie hier, wie eine neue Studie das Verbraucherverhalten einschätzt.


Smart Home und das Internet der Dinge

Home Automation – besonders weit gediehen ist dieser Trend bei der Unterhaltungselektronik, moderne Fernseher sind internetfähig und können mit Smartphones und Soundanlagen kommunizieren. Weltweit sind aktuell bereits rund vier Milliarden Geräte ans Internet angebunden – das Internet der Dinge (Internet of Things). Experten gehen davon aus, dass diese Zahl bis zum Jahr 2020 auf 13,5 Milliarden steigen und ein wachsender Teil davon zur Home Automation gehören wird. Hier finden Sie einen Überblick über gängige Smart-Home-Systeme.

Hemmnisse für den Verkauf von Home-Automation-Produkten

Das Interesse der Verbraucher ist geweckt: In einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte vom Juli 2016 in Großbritannien sagen 66 Prozent der Befragten, dass Home Automation ihr Leben vereinfachen wird. Doch noch zögern Verbraucher, ihr Interesse tatsächlich in Käufe umzusetzen. Die Berater identifizieren verschiedene Hemmnisse:

  • 48 Prozent der Verbraucher halten Smart-Home-Produkte (noch) für zu teuer.
  • 26 Prozent meinen, die Technologie müsse noch reifen.
  • 21 Prozent möchten aktuelle Geräte erst ersetzen, wenn sie nicht mehr richtig funktionieren.


Zukunftsträchtige Bereiche der Home Automation

Sicherheit ist gemäß der Studie der wichtigste Grund, sich mit dem Thema Smart Home zu beschäftigen: Dazu gehören Überwachungskameras und smarte Schließsysteme. Ein starkes Argument ist auch das Energiesparen, zum Beispiel über den Einsatz vernetzter, intelligenter Thermostate. Ebenfalls weit oben auf der Wunschliste der Verbraucher: smarte Beleuchtungslösungen, vor allem auch im Außenbereich. Konkret gefragt, welche Geräte sie am ehesten durch Smart-Home-Geräte ersetzen würden, nennen Verbraucher Lampen und Beleuchtung, Thermostate, Überwachungskameras, Alarmanlagen und Kühlschränke.


Jüngere sind dem Smart Home gegenüber besonders aufgeschlossen

Welches Potential die Home Automation für das eigene Leben haben wird, beurteilen die Befragten je nach Alter sehr unterschiedlich. Zwei von drei Befragten der Deloitte-Studie in Großbritannien sagen, dass die Vernetzung im Smart Home ihr Leben vereinfachen wird. 28 Prozent glauben sogar, Home Automation werden ihren Alltag „sehr stark vereinfachen“. Eine solche „sehr starke“ Vereinfachung sehen 48 Prozent der unter 25-Jährigen, 42 Prozent der Altersgruppe zwischen 25 und 34 und immerhin noch rund ein Drittel der Befragten zwischen 35 und 44 Jahren.