Das Fenster als Dekorationselement

31.05.2023

Unterschiedliche Wohnstile und Trends


Das Fenster als Dekorationselement

Das Fenster als Dekorationselement

Ob skandinavisch angehaucht, mediterran-gemütlich oder im Industrial Style – Wohnstile beeinflussen unser Zuhause ungemein und können dazu beitragen, dass wir uns in unserer Wohnung oder unserem Haus wohler fühlen. Und das ist wichtig, schließlich verbringen wir viel Zeit in den eigenen vier Wänden. Beim Dekorieren vergessen allerdings viele Menschen auf die Fensterflächen und binden sie nur selten ins Gesamtkonzept ein. Dabei können passende Fensterdekorationen Wohnstile optimal unterstützen. Wir verraten Ihnen, welche Stile momentan angesagt sind und wie sich dabei die Fenster dekorieren lassen.

Das richtige Maß ist Trumpf

Fensterflächen wirken auf den ersten Blick etwas schwierig zu dekorieren – doch mittlerweile sind die Möglichkeiten diesbezüglich vielfältig. Grundsätzlich können sowohl mit Vorhängen, Gardinen und Co. Akzente gesetzt werden, indem passende Farben und Materialien gewählt werden. Zum anderen können die Fensterbänke ins Konzept integriert werden – und hierbei spielen je nach Größe kleinere wie größere Dekoelemente, Pflanzen oder Kissen eine Rolle. Die Kunst liegt dabei darin, es nicht zu übertreiben, sondern weiterhin eine gute Balance aus Form und Funktion zu erzeugen. Denn wirken die Fensterflächen überfrachtet, können diese vom Raum ablenken und sind somit eher kontraproduktiv.

Drei angesagte Wohnstile

Trends kommen und gehen – daher ist es wichtig, vorab immer genau zu prüfen, ob der jeweilige Stil auch zum eigenen Zuhause passt. Ist das der Fall, kann mit dem Dekorieren begonnen werden. Wir stellen drei der aktuell beliebtesten Wohnstile vor:

1.) Skandinavisch-minimalistisch: Hygge und Lagom
Schon seit ein paar Jahren sind Einflüsse des hohen Nordens omnipräsent. Und der Einrichtungsstil der Dänen, Norwegen oder Schweden könnte tatsächlich glücklich machen, schließlich nehmen skandinavische Länder regelmäßig die vorderen Plätze des „World Happiness Reports" ein. Und dabei geben zwei Begrifflichkeiten den groben Kurs vor: „hygge" und „lagom". „Hygge" kommt aus dem Dänischen und Norwegischen und wird mit „gemütlich" übersetzt. Dieses Wort bezieht sich nicht nur auf ein bestimmtes Lebensgefühl, zu dem ein gemütliches Zuhause zählt, sondern auch auf das gesellige Beisammensein mit Freunden und Familie. Hinzu gekommen ist in den letzten Jahren ein zweiter Begriff: „lagom". Dieses schwedische Wort meint streng genommen „genügend" oder auch „nicht zu viel und nicht zu wenig", also die richtige Balance und Mischung. Übertragen auf den Wohnstil heißt das: Kuschelige Decken, natürliche Materialien und zurückhaltende Farben sind Trumpf. Und auch bei den Fenstern sind dezente Töne und Materialien gefragt – zum Beispiel klassische Rollos mit glatten Stoffen oder Plissee-Jalousien in Nuancen wie Weiß, Beige, Apricot oder Flieder. Diese können häufig auch ohne Bohren angebracht werden. Flächenvorhänge mit unterschiedlich stark ausgeprägter Transparenz und mit einfachen Grafik-Mustern passen ebenso zu diesem Wohnstil. Und wer will, holt sich Elemente mit dezenter Leinen-Optik oder einzelne Stolas mit kräftigen Farben als Ergänzung. Dazu passen Kerzen hervorragend, die den gemütlichen Look perfekt unterstreichen. Und wer eine breitere Fensterbank hat, kann diese mit Kissen aufpeppen.

2.) Eine Ode an das Chaos: Cluttercore
Minimalismus ist das eine – für all jene, denen das zu langweilig ist, kommt jetzt der Wohnstil Cluttercore um die Ecke. Unter dem Motto „Mehr ist mehr" werden dabei Zimmer wieder mit Möbelstücken, Bildern und verschiedenen Gegenständen vollgepackt. Dazu wird mit verschiedenen Mustern und Farben experimentiert. So ziert etwa allerlei Krimskrams – von Fotografien und Souvenirs bis hin zu Postern und Konzerttickets – die Wände. Bunte Tapeten von anno dazumal erleben eine Renaissance und auch flauschige Teppiche und Retro-Möbel peppen die eigenen vier Wände auf. In den Regalen stehen Bücher direkt neben Pflanzen und auf Sofas und Betten türmen sich nicht nur Polster und Decken, sondern auch Retro-Kuscheltiere. Hier muss also nichts perfekt zusammenpassen – viel mehr geht es um den Mut zum Chaos und den Abschied vom Perfektionismus. Auf den ersten Blick scheint das Design daher willkürlich und bunt zusammengewürfelt zu sein – meistens ist aber trotzdem eine Art roter Faden erkennbar. So sind manche Ecken beispielsweise in einem bestimmten Farbschema gehalten. Für die Fenster bedeutet auch das: Mut zur Farbe und zum Materialmix. Egal, ob peppig-orange Vorhänge, Girlanden und Ketten im Boho-Stil oder Leuchtreklamen aus vergangenen Zeiten, kombiniert mit allerlei Dekokrimskrams auf der Fensterbank – erlaubt ist, was gefällt.

3.) Extravaganz und Glamour: Art Déco

Extravagant und glamourös, aber auch mit einem Hauch Nostalgie – so könnte man den Art-Déco-Wohnstil beschreiben, der uns an die stilvollen 1920er- und 1930er-Jahre erinnert. Dabei haben klare Farben und moderne Pastelltöne ihren großen Auftritt – zum Beispiel die Nuancen Mint- oder Moosgrün, Petrol, Altrosa oder Hagebuttenrot. Postermöbel, die mit Samt dekoriert werden, ergänzen dabei Couchtische in Marmoroptik. Dazu gesellen sich Textilien mit geometrischen Mustern oder Wohnaccessoires wie Lampen und Kronleuchtern in Gold. Die Kunst ist dabei, den Wohnraum edel wirken zu lassen, aber nicht allzu kitschig. In puncto Fensterdekoration passen schwere, einfärbige Vorhänge hervorragend hierzu – gerne in Satin- oder Samtoptik. Deko-Elemente in Chrom oder Messing, wie Vasen oder Bilderrahmen, komplettieren die Fensterbank.

Das Kinderzimmer als eigener Wohnbereich

Übrigens: Auch im Kinderzimmer sollte man nicht auf eine passende Fensterdekoration verzichten. Hier kann man sich meist noch stärker austoben und mehr Farbe wagen, da es Kinder oft peppig und bunt lieben. Vorhänge mit Motiven und in bunten, kräftigen Farben sind hierbei besonders beliebt. Doch auch die Fensterfläche selbst kann genutzt werden – etwa mit Windowcolor-Kreationen oder Aufklebern. Doch Achtung: Die Gestaltung des Kinderzimmers sollte stets in Absprache mit dem Kind erfolgen, sofern dieses bereits selbst Wünsche äußert. Denken Sie darüber hinaus daran, dass die Verdunkelung der Fenster mitunter auch deswegen wichtig ist, um einen erholsamen Schlaf zu gewährleisten.

Fazit: Fensterflächen sinnvoll nutzen, um den Wohnstil zu unterstreichen

Wer seine Fenster passend dekoriert, kann den jeweiligen Wohnstil unterstreichen. Vor allem bei größeren Räumen wirken die Fensterflächen ansonsten häufig leer. Gardinen, Vorhänge, aber auch Kerzen, Lichter oder Pflanzen schaffen Abhilfe und zaubern im Nu ein individuelles Zuhause.