Bodenbeläge

So finden Sie den passenden Fußboden für Ihr Eigenheim


Verschiedene Bodenbeläge

Verschiedene Bodenbeläge

Beim Hausbau spielt die Wahl der passenden Bodenbeläge eine nicht zu unterschätzende Rolle, will man von einem langlebigen und robusten Fußboden profitieren, der auch noch durch eine ansprechende Optik überzeugt. Verschiedene Aspekte wie Wärmedämmung, Feuchtraumeignung, Strapazierfähigkeit und Gesundheit gilt es zu beachten. Neben der Optik sollte man daher auch auf die verschiedenen Lebensgewohnheiten aller Familienmitglieder achten und sich je nach Bedürfnissen und voraussichtlicher Beanspruchung für den passenden Bodenbelag entscheiden.


Diese Aspekte gilt es zu beachten – den Boden an die Bedürfnisse der Hausbewohner anpassen

Auf der Suche nach dem passenden Bodenbelag sollten immer die jeweiligen Lebensgewohnheiten sowie verschiedene Raumaspekte berücksichtigt werden. So kann es sich anbieten, für die verschiedenen Räume des Hauses unterschiedliche Bodenbeläge zu wählen, zumal sich nicht jeder Fußboden für die Verlegung in Feuchträumen eignet und sich die Anforderungen an einen Boden je nach Raum maßgeblich voneinander unterscheiden.

Während bei der Gestaltung von Kinderzimmer und Babyzimmer zum Beispiel Aspekte wie die gesundheitliche Verträglichkeit, Pflegeleichtigkeit und eine angenehme Haptik im Vordergrund stehen, berücksichtigt man in Flur und Diele vor allem Aspekte wie die Strapazierfähigkeit und Robustheit. In der Regel sind in den Datenblättern der Boden-Kollektionen die Eigenschaften und Belastbarkeiten des jeweiligen Bodenbelags genau aufgelistet. Hier wird beantwortet, ob sich der Fußboden für die Verlegung auf Fußbodenheizungen und in Feuchträumen eignet und aufgeklärt, wie sich der Boden in Sachen Antistatik, Laufkomfort, Trittschalldämmung, Wärmedämmung, Abrieb und Rutschfestigkeit verhält.

Bei der Entscheidung miteinfließen sollte ebenfalls die Überlegung, ob der Boden über eine lange Zeitspanne hinweg genutzt werden soll. In manchen Fällen setzen Bauherren lieber auf Bodenbeläge, die sich bei etwaigen Beschädigungen oder Änderungen der Wohnverhältnisse einfach austauschen lassen.


Parkett, Laminat, Vinyl oder Teppichboden? Die beliebtesten Bodenbeläge im Überblick

Bei Parkett, Laminat, Vinyl und Teppichboden handelt es sich um die beliebtesten Bodenbeläge in deutschen Haushalten. Während es sich bei Laminat und Parkett um sogenannte Hartbodenbeläge handelt, wird der Vinylboden auch als ein elastischer Bodenbelag bezeichnet. Auch der Teppichboden kann durch Elastizität punkten, die sich unter anderem in einem angenehmen Laufgefühl widerspiegelt. Unterschiede ergeben sich auch innerhalb der jeweiligen Bodenart. So eignen sich die Bodenbeläge bei BRICOFLOR mal besser für das Badezimmer oder die Küche und ein anderes Mal eher für das Kinderzimmer, Schlafzimmer oder den Flur. Die vier Bodenbeläge tun sich durch unterschiedliche Vorteile hervor, die sie zu einem idealen Begleiter für die verschiedensten Projekte machen.


Der Parkettboden – Der Klassiker unter den Bodenbelägen

Bei einem Parkettboden handelt es sich um den ursprünglichsten der vier Bodenbeläge, der nach wie vor gerne zum Einsatz kommt. Während früher jedoch zum größten Teil ein sogenanntes Vollholzparkett verlegt wurde, erfreut sich heute das Fertigparkett einer großen Beliebtheit. Der Vorteil eines Fertigparkettbodens liegt in der bereits verlegefertigen Beschaffenheit. Die einzelnen Planken sind bereits verarbeitet und versiegelt, sodass zeit- und kostenaufwendige Behandlungen erspart bleiben. Unterschieden wird beim Parkettboden darüber hinaus zwischen dem Massivholzparkett und dem heute üblichen Mehrschichtparkett. Bei einem mehrschichtigen Parkett erhalten Sie einen etwas günstigeren Parkettboden, da hier häufig nur die obere Schicht aus Echtholz gefertigt ist. Die Stärke der Nutzschicht entscheidet hier über die Qualität des Parkettbodens.


Vorteile von Parkettboden

Ein besonderer Vorteil von Parkettboden liegt in der stilvollen Optik. Wer Wert legt auf ein sehr geschmackvolles Interieur mit wertigen Wohnelementen und einem natürlichen Holzdekor, ist mit einem Parkettboden bestens beraten. Neben dem klassischen Eichenparkett bieten Holzarten wie Ahorn, Bambus und Nussbaum die Möglichkeit zur Realisierung individueller Raumkonzepte. Von der Verlegung in Feuchträumen wird gemeinhin abgeraten und wird nur empfohlen, wenn das Parkett vollflächig verklebt wird und entsprechend behandelt wird.

Verschiedene Sortierungen geben Auskunft über das jeweilige Erscheinungsbild des Holzes. Verschiedene Ausführungen und Muster verleihen den Räumlichkeiten wahlweise mehr Tiefe oder sorgen für ein lebhaftes Erscheinungsbild. Der Klassiker ist die Landhausdiele aus Eiche, die den Raum optisch strecken kann, während ein Fischgrät-Parkett oder ein Schiffsboden-Parkett eher für dynamischere Akzente sorgen. Neben der Optik begeistert der Parkettboden insbesondere durch Langlebigkeit, fußwarme Eigenschaften und Natürlichkeit, die gerade haptisch bei synthetischen Bodenbelägen nur schwer nachzuahmen ist. Da es sich bei einem Parkettboden darüber hinaus um ein Naturprodukt handelt, ist dieser sehr wohngesund. Auch beim mehrschichtigen Fertigparkett setzen die Hersteller oftmals auf gesundheitlich unbedenkliche Klebstoffe. Zudem legen die Marken auch bei dem Parkettboden den Fokus auf Praxisorientiertheit. So verfügt ein Großteil der Parkettböden über ein praktisches Klicksystem, das die Verlegung immens erleichtert.

Soll der Boden jedoch über einen langen Zeitraum hinweg genutzt werden, bietet sich ein Parkett zum Verkleben an, da dieses nochmals strapazierfähiger ist und nicht so einfach entfernt werden kann. Im Gegensatz zu vielen anderen Bodenbelägen ist ein Parkett zum Kleben auf Dauerhaftigkeit ausgelegt und damit gerade für den Hausbau geeignet. Da ein Fertigparkett zumeist mit Lack oder Öl vorbehandelt ist, kann dieses in der Regel einfach gereinigt werden. Ein lackiertes Parkett ist hierbei etwas leichter zu pflegen als ein geölter Parkettboden, der hingegen durch einen natürlicheren Look überzeugen kann. Bei der Wahl eines Parkettbodens sollte immer die Holzart beachtet werden, da sich diese nicht nur auf die Optik auswirkt, sondern auch auf Wärmedämmung und Trittschall. Bei einigen der Parkettböden ist jedoch bereits eine Trittschalldämmung integriert.


Der Laminatboden – Stilvielfalt zum kleinen Preis

Während bei einem Parkettboden zumindest die obere Nutzschicht aus Echtholz gefertigt ist, wird bei einem Laminatboden in der Regel mittels eines bedruckten Dekopapiers die Maserung von echtem Holz nachgeahmt. Damit handelt es sich bei Laminat um einen deutlich preisgünstigeren Bodenbelag als Parkett, der durch eine reiche Auswahl an Dekoren überzeugen kann. Denn innovative Druckverfahren ermöglichen nicht nur die besonders naturnahe Imitation von Holzstrukturen, sondern auch die Gestaltung von ansprechenden Retro- oder Vintage-Dekoren sowie Fliesenoptiken. Bei einem Laminatboden kommt eine HDF-Trägerplatte zum Einsatz, die zumeist aus gepressten Holzfasern besteht und teilweise über einen speziellen Quellschutz verfügt, der die Verlegung im Badezimmer ermöglicht. Diese HDF-Trägerplatte verleiht dem Laminat mehr Stabilität. Ein Gegenzug aus harzimprägniertem Papier kann Spannungen an der Oberfläche ausgleichen, auf der das bedruckte Dekorpapier durch ein transparentes Melanin-Overlay geschützt wird. Die gegenläufigen Verlaufsrichtungen der einzelnen Schichten sollen die Ausdehnung des Laminatbodens verhindern. Einige der Laminatböden überzeugen ebenfalls durch eine integrierte Trittschalldämmung und ein praktisches Klick-System.


Vorteile von Laminatboden

Neben der großen Auswahl an Dekoren kann der Laminatboden vor allem durch einen günstigen Preis bestechen. Ein Laminatboden lässt sich zumeist auf Fußbodenheizungen verlegen und ist heute insbesondere als Klick-Laminat erhältlich. Heute kann ein Laminatboden durch Strapazierfähigkeit überzeugen und eignet sich damit nicht nur für den Wohnbereich. Teilweise bieten die Hersteller sogar feuchtraumgeeigneten Laminatboden, der sich hervorragend für die Verlegung im Badezimmer eignet. Wie beim Parkettboden entscheidet auch beim Laminat die Stärke über die Belastbarkeit. Für die Verlegung im privaten Bereich reicht in der Regel eine Stärke von sieben Millimetern aus. Je nach Oberflächenvergütung und Abriebfestigkeit ist der Laminatboden sehr robust und weniger anfällig gegenüber Kratzern. Hier können sich dann deutlichere Preisunterschiede ergeben. Wer von einem langlebigen Bodenbelag profitieren möchte, der sorgenfrei begangen werden kann und den alltäglichen Beanspruchungen trotzt, sollte sich daher nicht für das günstigste Produkt entscheiden.


Der Vinylboden – Der moderne Bodenbelag für jeden Bereich

Der Vinylboden löst mehr und mehr den klassischen Parkett- und Laminatboden ab und begeistert insbesondere durch Flexibilität. Der Unterschied zum PVC-Boden liegt vor allem im Format begründet. Während ein PVC-Bodenbelag in der Regel als Meterware erhältlich ist, wird der Vinylboden im Planken- oder Fliesenformat als sogenannter Designboden von der Rollenware abgegrenzt. Entgegen gängiger Vorurteile verzichten Hersteller heute auf den Einsatz schädlicher Weichmacher und setzen mehr und mehr auf ein nicht nur gesundheitlich unbedenkliches, sondern umweltfreundliches Produkt, das teilweise sogar zu 100% recycelbar ist.

Unterschieden wird beim Vinylboden in der Regel zwischen Klick-Vinyl, Klebevinyl, Loose-Lay-Vinyl und selbstklebendem Vinylboden. Am beliebtesten erweist sich hier das Klick-Vinyl-Laminat, das besonders schnell und einfach verlegt werden kann. Klebevinyl muss hingegen vollflächig verklebt werden, was einen besseren Schutz vor Feuchtigkeit gewährleistet, aber eine gründliche Vorbereitung des Untergrunds voraussetzt. Einer gründlichen Vorbereitung bedarf auch der selbstklebende Vinylboden, der über eine selbstklebende Unterseite verfügt. Der Loose-Lay-Vinylboden haftet dank eines erhöhten Eigengewichts wie von selbst am Boden.


Vorteile von Vinylboden

Die Vorteile eines Vinylbodens sind vielfältig. Nicht nur begeistert der Vinylbelag durch eine mannigfaltige Auswahl an Farben und Dekoren wie Betonoptiken, Fliesendesigns, Holzoptiken sowie Vintage- und Retro-Ausführungen, zusätzlich kann der Vinylboden nahezu im gesamten Wohnbereich verlegt werden. Die meisten Vinylböden eignen sich nicht nur für die Verlegung im Badezimmer, sondern sind auch in Kombination mit einer Fußbodenheizung einsetzbar.

Der Vinyl-Designbelag lässt sich einfach reinigen und bietet dank der elastischen Beschaffenheit einen angenehmen Gehkomfort sowie fußwarme Eigenschaften. Da der Vinylboden zudem über eine zumeist geringe Aufbauhöhe verfügt, handelt es sich hier um einen besonders renovierungsfreundlichen Bodenbelag, da Türen nicht abgeschliffen werden müssen. Im Gegensatz zum Parkett- oder Laminatboden kann der Vinyl-Fußboden von sich aus den Trittschall etwas abdämpfen, verfügt aber ebenfalls häufig über eine integrierte Trittschalldämmung. Die Hersteller setzen bei den Vinyl-Bodenbelägen gerne auf innovative Versiegelungen, die den elastischen Boden vor Abnutzungen wie Druckstellen schützen. Soll der Vinylboden im Bad verlegt werden, lohnt sich ein Blick in das Datenblatt. Zwar ist Vinyl an sich wasserbeständig, jedoch kann Wasser zwischen die Fugen geraten. Daher sollte man hier eher zu einem Vinylboden zum Verkleben greifen, sofern nicht anders vom Hersteller angegeben.


Der Teppichboden – Der gemütliche Bodenbelag für mehr Wohnkomfort

Bei der Entscheidung für einen Teppichboden stellt sich zunächst die Frage nach dem richtigen Material. Unterschieden wird hier zwischen synthetischen und natürlichen Materialien, die sich gleichermaßen für den Wohnbereich eignen. Auch ein Teppichboden besteht aus mehreren Schichten, wobei die obere Schicht die sogenannte Polschicht oder auch Nutzschicht bildet, die ähnlich wie bei den anderen Bodenbelägen nicht nur für die jeweilige Optik ausschlaggebend ist, sondern auch in Sachen Belastbarkeit überzeugen muss. Ein Teppichboden aus Naturfasern begeistert nicht nur durch Nachhaltigkeit, da es sich hier entweder um Fasern lebender Tiere oder nachwachsender Rohstoffe handelt, sondern ist zumeist besonders warm und robust. Wollteppiche zeichnen sich durch eine natürliche Robustheit sowie schmutzabweisende und atmungsaktive Eigenschaften aus. Die fußwarmen und trittschalldämmenden Eigenschaften von einem Teppichboden aus Wolle machen ihn zu einem idealen Bodenbelag für das Schlafzimmer. Tierhaarallergiker sollten hingegen eher zu einem Teppichboden aus Baumwolle, Sisal oder Hanf greifen.

Ein Teppichboden aus Baumwolle verfügt über thermoregulierende Eigenschaften und sorgt damit für ein angenehmes Raumklima. Im Gegensatz zum Teppich aus Schurwolle sind hier verschiedenste Dessinierungen und Farbstellungen möglich. Ein Teppichboden aus synthetischen Fasern ist zumeist deutlich preisgünstiger und wartet mit einer reichen Design- und Farbvielfalt auf. Dieser Bodenbelag kann häufig auch auf einer Fußbodenheizung verlegt werden und ist deutlich weniger empfindlich gegenüber Feuchtigkeit als ein Teppich aus Naturfasern. Materialien wie Polypropylen oder Polyamid sind sehr robust und lichtbeständig.


Vorteile von Teppichboden

Zwar lässt sich ein Teppichboden im Gegensatz zu Vinyl, Parkett und Laminat nicht so einfach reinigen, andererseits schafft ein Teppichboden gerade im Schlafzimmer oder Kinderzimmer eine besonders angenehme Atmosphäre zum Wohlfühlen. Wer sich vor Flecken und Verunreinigungen sorgt, kann als Alternative zum Teppichboden zu Teppichfliesen greifen, die sich vor allem als selbstliegende Variante einfach austauschen lassen. Grundsätzlich ist ein Teppichboden verhältnismäßig leicht zu verlegen und je nach Material sehr günstig. Der Teppichboden überzeugt insbesondere in Sachen Wärme und Behaglichkeit, denn durch die wärmeisolierenden Eigenschaften können Heizkosten eingespart werden. Der Teppich dämpft Geräusche ab, lädt zum Barfußlaufen ein und gewährleistet die Trittsicherheit. Entgegen vieler Vorurteile eignet sich ein Teppichboden bei regelmäßiger Reinigung auch für Allergiker. Denn der Teppich hält Staub und Schmutz fest und gibt sie erst an den Staubsauger wieder frei.


So finden Sie den richtigen Bodenbelag

Grundsätzlich sollte bei der Wahl von Bodenbelägen immer die voraussichtliche Beanspruchung im Auge behalten werden. Haushalte mit Hund oder Katze sowie Räumlichkeiten, die einer starken Begehung ausgesetzt sind oder in denen Kinder toben, profitieren von der Wahl sehr strapazierfähiger Bodenbeläge. Die Nutzungsklasse kann hier Aufschluss geben. Von einem Teppichboden in Küche oder Badezimmer ist grundsätzlich abzuraten, da dieser keine stehende Nässe verträgt und sich die Fleckenentfernung als schwierig erweist. Am besten eignet sich der Teppichboden für das Schlafzimmer oder das Büro. Für das Badezimmer und die Küche bietet sich vor allem ein Designboden an. Ein Vinylboden in Betonoptik, Natursteindesign oder Fliesendekor lässt sich vielseitig einsetzen und ist häufig sehr unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Flecken. Ein Parkettboden als preisintensivste Variante wird bevorzugt in Wohnzimmern verlegt. Mit einer entsprechenden Behandlung ist das Parkett vor Kratzern geschützt und kann dann auch in der Diele einen Platz finden. Wegen des hohen Preises wird der Parkettboden vornehmlich in Räumen eingesetzt, die keiner hohen Beanspruchung unterliegen. Hier kann man dann eher zu einem Laminatboden greifen, der durch ein authentisches Erscheinungsbild punkten kann, aber deutlich preisgünstiger und weniger empfindlich ist.

So empfiehlt es sich, für die einzelnen Bereiche verschiedene Bodenbeläge zu wählen, um das Beste aus den einzelnen Produkten herauszuholen und auf die verschiedensten Bedürfnisse der Hausbewohner individuell einzugehen.