Aktuelles Zinsniveau 2018

05.06.2018

Die letzten Jahre waren gerade für angehende Immobilienbesitzer geradezu traumhaft.


Aktuelles Zinsentwicklung 2018

Aktuelles Zinsentwicklung 2018

Das sagenhaft niedrige Zinsniveau hat einen Bau-Boom ausgelöst, welcher noch immer anhält. Doch wer im Jahr 2018 ein eigenes Haus kaufen oder bauen möchte, muss in jedem Fall das aktuelle Zinsniveau beachten. Denn es gibt deutliche Veränderungen auf dem Markt.


Die Erwartungen und die Realität

Bereits zu Beginn des Jahres 2018 hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung für einen Artikel zum Zinsniveau des Jahres einen großen Teil der heimischen Banken und Versicherer befragt. Selbst zu diesem Zeitpunkt waren sich die meisten Banken sicher, dass sich das Zinsniveau im Verlauf des Jahres nach oben orientieren wird. Zwar erwarteten die Experten keine großen Sprünge, aber dennoch einen spürbaren Anstieg. Betrachten wir zunächst einmal die grundsätzliche Entwicklung und die Gründe für diese.


Die echte Niedrigzins-Phase ist vorbei

Ausgelöst durch das Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank nach der Finanzkrise 2008 gingen die Zinsen und vor allem die Bauzinsen auf eine historische Talfahrt. So erreichten die Bauzinsen mit zehnjähriger Zinsbindung beispielsweise im Oktober 2016 ihren vorläufigen Tiefstand bei sagenhaften 0,69 Prozent. Ein so niedriger Wert war seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr erreicht worden. Das bedeutete, dass Immobilienkäufer oder -Bauer ihre Baufinanzierungen mit enorm geringer Zinsbelastung genießen konnten. Seit dem Oktober 2016 steigen die Zinsen nun langsam wieder an. Dies liegt vor allem daran, dass die EZB damit begonnen hat ihr Anleihenkaufprogramm zu drosseln und somit die normalen Mechanismen der Märkte wieder greifen konnten. Aktuell stehen die Zinsen im Schnitt bei 1,1 Prozent und haben sich seit Mitte 2017 nur noch moderat verändert.


Wie sieht der Blick in die Zukunft aus?

Wer eine Baufinanzierung plant oder benötigt, sollte sich nach Möglichkeit umfassend mit der Entwicklung der Zinsmärkte und des Zinsniveaus beschäftigen. Allerdings fällt es auch Experten schwer, Veränderungen in diesem Segment zuverlässig und vor allem langfristig vorausahnen zu können. Die wohl effektivste Methode für ambitionierte Bauherren ist die Nutzung eines passenden Kreditrechners. Dieser bietet die Möglichkeit die eigene Zinsbelastung für die gewünschte Immobilie zu überprüfen und somit überhaupt erst einmal einen Überblick über die finanziellen Belastungen zu erhalten. Dabei arbeiten Kreditrechner mit allen zur Verfügung stehenden Informationen und suchen entsprechend der Kundenwünsche gezielt nach den günstigsten und attraktivsten Angeboten. Somit erhalten Sie als angehender Bauherr einen ersten Überblick über alle zu erwartenden Kosten für den notwendigen Baukredit und können diesen zudem mit Ihren finanziellen Verhältnissen und Ihrem monatlichen Budget abgleichen.


Zinsbindung oder flexible Verzinsung?


Betrachtet man die Zinsentwicklung in den USA und auch in der Euro-Zone, so zeigen sich durchaus Ähnlichkeiten. Dies wurde von der Seite Finanztip mehr als deutlich herausgestrichen. Das bedeutet für Sie als potentiellen Kreditnehmer jedoch auch, dass Sie sich über kurz oder lang mit steigenden Zinsen auseinandersetzen müssen. Es kann somit durchaus sinnvoll und zielführend sein, eine Zinsbindung mit der finanzierenden Bank zu vereinbaren. Damit steigen die Kosten für den Kredit zwar moderat an, doch Sie sind zumindest für einen vorher definierten Zeitraum vor Zinsschwankungen des Marktes geschützt. Besonders bei einem aktuell niedrigen Zinsniveau und den Erwartungen aller Analysten, dass sich das Zinsniveau über kurz oder lang wieder erholen wird, kann eine solche Zinsbindung eine schlagartige Verteuerung Ihres Kredits nachhaltig verhindern. Allerdings ist es bei den meisten Immobilienfinanzierung unüblich die Zinsbindung über die gesamte Laufzeit abzuschließen. Je nach Dauer der Finanzierung sollten Sie jedoch nach Möglichkeit eine möglichst lange Zinsbindung wählen, um sich effektiv abzusichern. Auch wenn es für 2018 wohl nur wenige Veränderungen beim Zinsniveau geben wird, ist nicht garantiert, dass dies auch in den nächsten Jahren so bleibt.