Wenn die eigenen vier Wände krank machen

Wie natürliche Baustoffe helfen, die Wohnqualität zu verbessern


Fachbeitrag Bauen/Wohnen.

Fachbeitrag Bauen/Wohnen.

Viele Menschen zeigen allergische Reaktionen auf ihr Wohnumfeld

Viele Menschen zeigen allergische Reaktionen auf ihr Wohnumfeld

Der Naturbaustoff Holz ist die Grundlage der Bau mein Haus-Häuser

Der Naturbaustoff Holz ist die Grundlage der Bau mein Haus-Häuser

Holz sorgt für ein dauerhaft schadstofffreies Zuhause

Holz sorgt für ein dauerhaft schadstofffreies Zuhause

Mehr als drei Jahre lang litt Natascha Mienburg unter gesundheitlichen Problemen, für die kein Arzt eine plausible Erklärung finden konnte. Dauerentzündete Bronchien machten ihr das Atmen schwer, sie bekam Ausschläge an wechselnden Körperstellen. Dass der Auslöser dafür ihre eigene Wohnung war, blieb lange unentdeckt. 

Seit sie mit ihrer Familie in ein eigenes Haus gezogen ist, fühlt sich Natascha Mienburg (34) deutlich besser: „Ich bin heute tatsächlich wieder beschwerdefrei“, freut sie sich. Zusammen mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter hat sie Anfang des Jahres ein Fertighaus bezo­gen. Davor hatte sie lange mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen zu kämpfen. „Es fing mit einem hartnäckigen Husten an, meine Augen waren immer häufiger gereizt, schließlich bekam ich die Diagnose: Asthma.“ Die Erzieherin war damals gerade mit ihrem Freund, jetzt Ehemann, zusammengezogen: Eine schöne Dreizimmerwohnung, frisch renoviert. Dass ihr Körper auf diese neue Umgebung so heftig reagierte, lag an den verbauten Werkstoffen.

Natürliches Bauen
Etwa 90 Prozent seines Tages verbringt der Durchschnittsdeutsche in geschlossenen Räumen: Zu­hause, auf der Arbeit, im Auto oder der Bahn. Die jeweilige Umgebung hat erheblichen Einfluss auf sein Wohlbefinden und die Gesundheit. „Viele Menschen reagieren auf herkömmliche Baustoffe wie zum Beispiel Dämmmaterial, Isoliermittel oder Kleber mit Hautreizungen, Atembeschwerden, Aller­gien“, erklärt Patrick Loewié, Produktionsleiter bei Bau mein Haus. „Nur wenn man auf synthetische Stoffe ver­zichtet, können solche Reaktionen gänzlich ausgeschlossen werden. Wir setzen daher bewusst auf natürliche Werkstoffe.“ Der Fertighaushersteller aus Brandenburg verfolgt eine strikte Materialpo­litik, verwendet werden ausschließlich baubiologisch unbedenklich Werkstoffe. So kann nicht nur ein natürliches Wohnumfeld für die Bewohner garantiert, sondern auch nachhaltig die Umwelt geschont werden. Hauptbaustoff ist Holz. Aus ihm werden die Fachwerkkonstruktionen gefertigt. „Holz ist ein idealer Werkstoff für den Hausbau. Es ist ein nachwachsender natürlicher Rohstoff, der langlebig und widerstandsfähig ist, dazu feuchtigkeitsregulierend wirkt. Zudem bindet es CO2 und ist vollständig recyclebar“, erläutert Loewié. Seit jeher wird Holz zum Bau menschlicher Behausun­gen eingesetzt. Dominik Mienburg (38), selbst Zimmermann, fiel die Entscheidung für sein Eigenheim nicht schwer: „Ich arbeite auf dem Bau und kenne daher die Inhaltsstoffe der üblichen Baumaterialien. Als wir uns entschlossen hatten, unser eigenes Haus zu bauen, war für mich sofort klar, dass wir das nicht wollen. Ein Kollege erzählte mir von den Vorteilen von Fertighäusern.

Wohngifte reduzieren
Doch mit einem natürlichen Rohbau allein ist es nicht getan, denn nicht nur die Bausubstanz kann Schadstoffe abgeben. Auch nach dem Einziehen in ein neues Haus, beim Einrichten und im Wohnalltag wird die Innenraumluft immer wieder mit unterschiedlichsten Emissionen belastet. Sie strömen aus Bodenbelägen, Möbeln oder Reinigungsmitteln aus. Formaldehyd zählt sicher zu den bekanntesten Raumgiften. Es wird in der Arzneimittel-, Kosmetik- und Textilindustrie verwendet und gelangt daher fast zwangsläufig in den Haushalt. Ist der Mensch einer zu hohen Belas­tung ausgesetzt, reagiert er mit Haut- oder Atemwegsreizungen, zeigt mitunter allergische Symptome. Da es jedoch unmöglich ist, einen Haushalt völlig frei von solchen Emissio­nen zu halten, ist es umso wichtiger, Maßnahmen zu ergreifen, die die Raumluft wieder reinigen. Dazu zählt in erster Linie das regelmäßige Lüften. Aber auch schadstoffabsorbierende Wandplatten helfen aktiv, eine gesunde Raumluft zu erhalten. Es sind moderne Gipsfaserplatten mit einer Kera­tinbeschichtung, die Schadstoffe neutralisieren können. So werden beispielsweise Formaldehyd-Rückstände zu 99 Prozent absorbiert und unschädlich gemacht. Und auch hier wird auf Bio gesetzt, denn Keratin ist ein natürlich vorkommendes Protein, das den wesentlichen Bestandteil von Haaren, Fingernägeln und Federn ausmacht.

Für Familie Mienburg hat sich die Investition in ein eigenes Haus gelohnt – besonders gesundheit­lich. Die einzige körperliche Reaktion auf ihre Umgebung ist jetzt Wohlbefinden. „Wir wollten für unsere Familie vor allem eines, nämlich ein gesundes Wohnumfeld. Das haben wir bei Bau mein Haus gefunden“, fasst Natascha Mienburg zusammen.