Die Einbauküche richtig planen

Jeder stellt individuelle Ansprüche an seine Küche.


Jeder stellt individuelle Ansprüche an seine Küche.

Ob groß oder ob klein: Wohnungen und Wohnhäuser haben auf alle Fälle ein paar Dinge gemeinsam. Es muss einerseits Platz zum Schlafen vorhanden sein und andererseits sind heutzutage ein Badezimmer und eine Küche Standard. Manch einer kommt dabei mit einer kleinen, zweckmäßigen Küche voll und ganz aus, manch einer braucht gar nur einen Backofen für die Tiefkühlpizza und eine Mikrowelle, um sich kurz eine Kleinigkeit aufwärmen zu können. Andere wiederum möchten ihre Küche so groß und schön wie möglich gestalten. Denn schließlich ist Kochen nicht nur ein notwendiges Übel, sondern wird von vielen Männern und Frauen als Hobby angesehen und kann sehr viel Spaß machen, wenn denn der entsprechende Raum dafür vorhanden ist.

Die ersten Schritte
Es gibt verschiedene Gründe, warum eine neue Einbauküche her muss oder soll. Eventuell ist die alte längst überholt oder aber der Umzug in eine neue Wohnung oder ein neues Haus steht an und dort ist keine Küche mehr vorhanden – womöglich wird aber auch ein Haus ganz neu gebaut. Letzteres ist für diejenigen, die sich ihre individuelle Traumküche wünschen, sicherlich der Idealfall. Denn dann kann die Küche tatsächlich vollkommen nach den eigenen Wünschen gestaltet werden und sogar die Bauweise des Hauses dementsprechend angepasst werden – samt Strom- und Wasserleitungen. Wenn aber der Raum für eine Küche bereits vorgegeben ist, gilt folgendes:

  • AusmessenMetermass
    Was so selbstverständlich erscheint, ist mindestens genauso wichtig. Die Maße müssen auf den Millimeter genau stimmen, um unschöne Einbuchtungen zu vermeiden. Denn es könnte kaum schlimmer kommen, als dass die Traumküche nicht passt, weil beim Ausmessen ein Fehler unterlaufen ist. Deshalb am besten immer mehr als nur einmal ausmessen. Auch sollte einmal an der Wand und einmal in einem Abstand von etwa 60 cm von der Wand entfernt gemessen werden. Der Grund dafür: Nicht alle Ecken betragen genau 90°, sodass tatsächlich Messunterschiede auftreten können. Das macht zwar nur wenige Millimeter oder auch mal Zentimeter aus, ist aber gravierend bei einer Küche, die perfekt passen soll. Ein Aufmaß vor Ort sollte im Idealfall allerdings durch einen Fachmann durchgeführt werden, auf diese Weise lassen sich zum Beispiel auch problemlos Einbauküchen mit Meda Küchen planen.
  • Überlegung: Was wird gebraucht?
    Kühlschrank, Herd, Arbeitsfläche – dies sollte jede Küche aufweisen. Doch auch Schubladen und Schränke sind wichtig. Je nach vorhandenem Platz darf die Wunschliste etwas größer ausfallen. Spülmaschine, Gefrierschrank und ausgefallenere Extras kommen ebenso in Frage.
  • Kostenlimit setzen
    Küchen können in den unterschiedlichsten Preiskategorien erworben werden. Die fertige Einbauküche kann dabei schon für wenige hundert Euro erhältlich sein, dann sind aber Extrawünsche so gut wie ausgeschlossen. Eine Küche nach Maß und mit allerlei Sonderwünschen kann hingegen 10 000 Euro und mehr kosten. Hier sollte sich unbedingt ein Limit gesetzt werden, um böse Überraschungen zu vermeiden.
    Tipp:
    Auch das Verhandeln des Preises wird in den meisten Küchenstudios und Möbelhäusern durchaus geduldet und ist oftmals ohnehin in den Preis mit eingerechnet.
  • Einen Profi konsultieren
    Dieser Punkt ist ein ganz wichtiger. Selbst wenn genaue Vorstellungen über die Einrichtung der Küche vorhanden sind, sollte der Gang zum Experten nicht gescheut werden. Denn dieser kann genau sagen, welche Funktionalitäten wirklich sinnvoll sind, in welchen Designs die Traumküche machbar ist und wie sich die perfekte Arbeitsfläche in die eigenen Vorstellungen integrieren lässt. Allerdings sollte der potentielle Kunde hier Vorsicht walten lassen: Manch ein Unternehmen möchte zum Beispiel die Küchenpläne nicht herausgeben, wenn vorher nicht ein Vorvertrag unterschrieben worden ist. Von solchen Verträgen sollte ein Kunde aber Abstand nehmen, denn schließlich sollten Preisvergleiche und Entscheidungsfreiheiten immer möglich sein. Auch Empfehlungen, Auszeichnungen oder seriöse Zertifikate können hier bei der Suche nach dem richtigen Anbieter helfen. Eine Möglichkeit stellt hier das Deutsche Institut für Service-Qualität dar, bei dem zum Beispiel das Küchencenter Meda Küchen in punkto Kundenfreundlichkeit überzeugen konnte. Meda Küchen gibt es derzeit 18x in Deutschland.
  • Über Verbesserungsvorschläge Gedanken machen
    Professionelle Berater werden dem potentiellen Kunden sicherlich Vorschläge unterbreiten, wie der selbst erstellte Plan noch verbessert werden könnte. Hier sollte ein Kunde nun aber nicht befürchten, dass der Gegenüber ihm nur eine teurere Variante verkaufen möchte. Vielmehr sollte überlegt werden, ob dieser nicht Recht hat – schließlich hat er Routine in der Gestaltung einer Küche und weiß, worauf zu achten gilt. Also ruhig einmal eine Nacht über die Verbesserungsvorschläge nachdenken und vielleicht zu der Erkenntnis kommen, dass ein leicht abgeänderter Plan tatsächlich besser wäre.

Die Planung einer neuen Einbauküche ist in der Regel nicht einfach aus der Portokasse bezahlt. Allerdings hat der Kunde es hier auch mit der Anschaffung einer Einrichtung zu tun, die sich nicht nur die nächsten paar Jahre, sondern sogar Jahrzehnte halten soll. Die entstehenden Mehrkosten für eine gute Qualität und Langlebigkeit sind es vielen Verbrauchern daher wert. Wie bereits erwähnt gibt es auch billige Varianten, doch besteht dabei das Risiko, dass schnell etwas kaputt geht und eine erneute Anschaffung nach nur wenigen Jahren letztendlich sogar teurer werden könnte als die einmalige Investition in ein hochwertiges Modell.

Es gilt also einige Dinge zu beachten:

  • Qualität
    Je länger die Küche ihre Dienste leisten soll, desto besser sollte das Material sein.
  • Material und Design
    Rustikale Holzküche oder Hochglanzküche? Die Möglichkeiten sind vielfältig, die Preisunterschiede auch – hier ist am besten wieder der Rat eines Profis einzuholen.
  • Zweck der Küche
    Es gilt zu überlegen, wozu die Küche genau benutzt werden soll. Nur zum Zubereiten von Speisen oder soll sie auch ein Begegnungsort sein, an dem gemütlich zusammen gesessen werden kann? Dann gehören auch Essecke oder Bar dazu.
  • Funktionalität
    Manche Geräte gehören, wie schon erwähnt, unbedingt in eine Küche. Aber selbst bei den offensichtlichen Geräten stehen Überlegungen an. Soll es zum Beispiel lieber ein Cerankochfeld, ein Gasherd oder doch die Induktionsplatten sein? Genügt ein kleiner Kühlschrank oder sollte er im amerikanischen Stil richtig groß sein und kann unter Umständen vielleicht auch ein günstiger Gerätehersteller überzeugen? Auch hier ist die Auswahl groß.
  • Komfort
    Die meisten Küchen sind in einer Normgröße gebaut, jedoch ist es auch möglich, sie der eigenen Körpergröße anzupassen, was vor allem dann sinnvoll ist, wenn der Kunde besonders groß oder besonders klein ist. Auch kann die Küche individuell auf Linkshänder angepasst werden und ermöglicht so eine bessere und benutzerfreundlichere Bedienung.

Mit der Planung einer neuen Einbauküche kann sich demnach also viel und lange beschäftigt werden. Das ist auch gut so, soll sich in der neuen Küche schließlich wohl gefühlt werden. Deshalb an dieser Stelle noch einmal: Am besten ist es, gemeinsam mit einem Profi den Küchenplan zu erstellen, um all die wichtigen Faktoren zusammen einfließen zu lassen und letztendlich keine große Enttäuschung erleben zu müssen, wenn die Küche nicht so wird, wie es sich erhofft wurde. Letztendlich sind aber die eigenen Vorlieben gefragt. Wer übrigens lediglich ein paar kleine Veränderungen wünscht, um neuen Wind in die Küche zu bringen, der kann aber auch durchaus selbst aktiv werden, wie bauen.de und folgendes Video anschaulich erläutert:

Bildnachweis:
Abbildung 1:  pixabay.com © keresi72 (CC0 1.0)
Abbildung 2:  pixabay.com © EME (CC0 1.0)