Beim Stromanbietwechsel hunderte Euro sparen


Stromanbietwechsel

Beim Stromanbietwechsel hunderte Euro sparen

Wer träumt nicht von einem Haus mit Garten und großer Wohnfläche? Insbesondere in der dunklen und kalten Jahreszeit läppern sich allerdings auch die Stromkosten – selbst wenn man energetisch gebaut oder saniert hat. Doch es gibt Abhilfe: Großes Sparpotential birgt ein Stromanbieterwechsel.

Beim Grundversorger ist der Strom teurer
Und zwar insbesondere dann, wenn man seinen Strom beim Grundversorger bezieht: Laut Monitoringbericht 2015 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt kostet eine Kilowattstunde Strom in einem Grundversorgungstarif durchschnittlich 30,1 Cent, hat man einen Sondertarif beim Grundversorger, beträgt der Preis im Schnitt immer noch 29,0 Cent.
Demgegenüber kosten andere Anbieter nur 27,9 Cent pro Kilowattstunde, auch Ökostromtarife liegen unter den Preisen der Grundversorger (28,75 pro kWh).
Für die Erhebung der Preise wurde von einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden ausgegangen – für Haushalte mit einem verhältnismäßig geringen Verbrauch besteht also größeres Sparpotential.

Mehr als 100 Grundversorger erhöhen 2016 die Preise
2016 werden viele Grundversorger noch teurer werden:  Über 100 Grundversorger haben für das kommende Jahr eine Preiserhöhung von durchschnittlich 2,9 % angekündigt. Das berichtete check24.de und kommentierte, noch weitere Grundversorger könnten die Preise anheben, bereits jetzt seien jedoch 5,6 Millionen Haushalte betroffen.

Mehrheit der Privathaushalte bezieht Strom bei Grundversorger
Der Grundversorger beliefert in einem Netzgebiet die meisten Kunden mit Energie. Kümmert man sich nicht aktiv um einen Anbieter, wird man ihm automatisch zugeordnet. Vielleicht bezieht die Mehrheit deshalb den Strom vom Grundversorger: Laut des Monitoringberichts haben 32,8 % der Privathaushalte einen Grundversorgungstarif, 43,2 % haben mit dem Grundversorger einen Sondertarif abgeschlossen und nur 24,0 % beziehen die Energie bei anderen Anbietern.

Privathaushalte können im Schnitt zwischen 91 Anbietern wählen
Dabei können Privatverbraucher im Schnitt lokal zwischen 91 Anbietern wählen. Mancherorts konkurrieren sogar über hundert Stromlieferanten miteinander.
Wer wissen möchte, welche Anbieter am eigenen Wohnort welche Tarife anbieten, kann dies binnen Sekunden mittels eines kostenlosen und unverbindlichen Online-Vergleichs herausfinden – beispielsweise auf dem Vergleichsportal tarifcheck24.com. Auf Wunsch kann man dabei auch gezielt nach Ökostromanbietern suchen.

Sonderkündigung bei Preiserhöhung & Grundversorger binnen zwei Wochen kündigen
Einen Grundversorgungstarif kann man generell binnen zwei Wochen kündigen, bei einem Sondervertrag mit dem Grundversorger gelten die vertraglich festgelegten Fristen.
Es sei denn, man hat ein Sonderkündigungsrecht: Hebt der Anbieter den Strompreis an, kann man binnen zwei Wochen nach der Benachrichtigung über die Erhöhung kündigen – egal ob man den Strom beim Grundversorger, mittels Sondervertrag oder bei einem anderen Lieferanten bezieht. Möchte man das außerordentliche Kündigungsrecht nutzen, sollte man das schriftlich per Einschreiben tun, damit man gegebenenfalls nachweisen kann, dass die Fristen eingehalten wurden.

Stromanbieterwechsel ohne Extrakosten und Versorgungslücken
Übrigens: Wer wechselt, muss nicht befürchten, kurzfristig ohne Strom dazustehen. Der Gesetzesgeber schreibt vor, dass die Versorgung nicht unterbrochen werden darf. Auch dürfen bei einem Wechsel keine Gebühren anfallen. Der Wechsel selbst muss kostenlos sein. Hat man seinen alten Anbieter im Voraus bezahlt und nutzt ein Sonderkündigungsrecht, erhält man Vorauszahlungen zurückerstattet.

Energieeffizienz – so spart man zusätzlich Geld und Strom
Auch wer sein Eigenheim in absehbarer Zeit nicht energetisch sanieren kann oder möchte, kann die Stromkosten durch einfache Maßnahmen weiter senken und schont gleichzeitig die Umwelt. Tipps zum Sparen finden sich hier.