Barrierefreie Badgestaltung – vom Konzept bis zur Umsetzung


Barrierefreie Badgestaltung

Barrierefreie Badgestaltung

Im steigenden Alter ist ein barrierefreies Badezimmer ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität und trägt dazu bei, dass Personen bis ins hohe Alter hinein in ihrem eigenen Zuhause leben können. Um aus einem normalen Badezimmer ein barrierefreies Bad zu machen, ist häufig ein aufwändiger Umbau erforderlich, der sorgfältig geplant und vorbereitet, aber auch gut durchdacht sein will.

Alle wichtigen Planungsschritte auf einen Blick

  • Die vorhandenen Räumlichkeiten müssen exakt vermessen werden.
  • Welche Elemente sollen im zukünftigen Badezimmer vorhanden sein?
  • Eine neue Raumaufteilung wird festgelegt.
  • Die mögliche Übernahme der Umbaukosten durch Versicherungen wird geprüft und gegebenenfalls beantragt.
  • Angebote von Handwerkern für den Umbau werden eingeholt, verglichen und die Aufträge werden vergeben.
  • Das Material für den Umbau wird im Fachhandel erworben.
  • Die Endabnahme des neuen Badezimmers erfolgt, bei dem mögliche Nachbesserungen besprochen und terminiert werden.

Quelle: Vorausschauende Badplanung & Installation: Entwicklungstrends – Baubestimmungen – Checkliste

Bestandsaufnahme und Planung
Bevor Sie mit der Planung oder gar dem Umbau eines vorhandenen Badezimmers beginnen können, erfolgt die ausführliche Bestandsaufnahme. Dazu wird das Badezimmer vermessen. Wichtig ist hierbei auch, dass die vorhandenen Anschlüsse für Wasser und Abwasser, der Standplatz der Heizung, die Tür und mögliche Fenster ebenfalls mit aufgenommen werden. Anhand dieser Daten kann dann leicht ermittelt werden, ob große räumliche Umbauten erforderlich sind, oder lediglich kleinere Umbauten und der Austausch der vorhandenen Sanitäreinrichtung notwendig sind. Bei sehr kleinen Badezimmern kann es zudem sinnvoll sein, über eine neue Raumaufteilung nachzudenken, indem Wände neu gezogen werden. Ein solcher Umbau ist selbstverständlich deutlich kostenintensiver und nimmt eine größere Zeitspanne für den Umbau in Anspruch. All diese Faktoren sollten vorab aufgenommen und kritisch bewertet werden. Danach kann die Planung des neuen und barrierefreien Badezimmers beginnen. Hierbei ist es unter Umständen hilfreich, sich eine fachkundige Beratung zur Hilfe zu nehmen. Außerdem sollte in diesem Planungsschritt bereits geprüft werden, ob ein Anspruch auf teilweise oder komplette Kostenübernahme durch Versicherungen besteht. Entsprechende Anträge sollten möglichst frühzeitig bei der Versicherung eingereicht werden.

Diese Elemente gehören in ein barrierefreies Badezimmer
Grundvoraussetzung für eine Barrierefreiheit sind zunächst ein freier Zugang zum Badezimmer, der durch eine ausreichend breite Tür gegeben wird, und ein ebener Boden. Sollten bisher Stufen im Bad vorhanden sein, dann müssen diese entfernt werden. Der Bodenbelag muss rutschsicher sein. Das WC sollte eine Höhe von etwa 70 Zentimetern haben und seitlich mit einem Handlauf ausgestattet sein. Außerdem muss neben dem WC ausreichend Platz vorhanden sein, um mit einem Rollstuhl das WC anzufahren. Beim Waschbecken ist ebenfalls die Montagehöhe entscheidend. Außerdem sollten möglichst Armaturen mit einem sehr langen Hebel und ein klappbarer Spiegel eingebaut werden. Sie lassen sich auf die individuellen Bedürfnisse des Bewohners anpassen. Ein barrierefreies Bad ist meistens mit einer Dusche ausgestattet. Wenn eine Badewanne gewünscht ist, dann muss zusätzlich zu Haltegriffen an der Wand auch eine Einstiegshilfe integriert werden. Deutlich leichter fällt die Nutzung einer bodengleichen Dusche. Auch in der Dusche dürfen Handläufe nicht fehlen. Zusätzlich sollte sie mit einer Sitzgelegenheit ausgestattet werden, die sich optional nutzen lässt. Bei der Platzierung von Dusche, WC und Waschbecken muss berücksichtigt werden, dass sich vor oder neben diesen sanitären Anlagen ausreichend Platz für einen Rollstuhl befindet. Es sollte mindestens ein Kreis mit einem Radius von 1,5 Metern vor dem WC, dem Waschbecken und der Dusche vorhanden sein (siehe: Barrierefreie Badplanung vom Alfons W. Gentner Verlag)

Materialbeschaffung und Beauftragung von Unternehmen
Sobald die Planung abgeschlossen ist und ein Umbaukonzept erarbeitet wurde, müssen die Handwerker beauftragt werden und zu aller erst die Materialien anschaffen. Ein neues WC und Waschbecken sind im Fachhandel vor Ort oder über das Internet zu beziehen. Beim Umbau der Dusche werden mehrere Elemente benötigt. Hierzu bieten sich zum Beispiel JACKOBOARD Duschelemente zur Realisierung barrierefreier Duschen (Quelle: https://www.elementrado.de/) an. Ebenfalls im Fachhandel sind Haltegriffe, Wandhalterungen, klappbare Spiegel und andere Ausstattungselemente für ein barrierefreies Bad erhältlich.

Design trifft Funktionalität
In Sachen Design und Komfort müssen Sie dabei übrigens auf nichts verzichten, denn auch für die Ansprüche eines barrierefreien Badezimmers werden sehr moderne Badserien angeboten. Da ein solcher Umbau häufig mit einem großen Zeitaufwand verbunden ist und Vorkenntnisse erfordert, ist die Beauftragung von Handwerkern sicherlich sinnvoll. Es lohnt sich dabei, einen Blick auf die Referenzen und Erfahrungen im Bereich der barrierefreien Badezimmer zu werfen und ein erfahrenes Unternehmen mit dem Umbau zu beauftragen. Sind die Arbeiten abgeschlossen, erfolgt noch eine letzte Abnahme, bei der mögliche Baumängel angemerkt und Nachbesserungen vereinbart werden. Danach ist das neue, barrierefreie Badezimmer fertiggestellt und kann genutzt werden.

Bildnachweis:
Bad-barrierefrei © flashpics – fotolia.com